Quantez Robertson
Quantez Robertson strotzt vor Selbstbewusstsein. Bild © Rhode/Storch

Quantez Robertson eilt derzeit mit den Frankfurt Skyliners von Sieg zu Sieg. Der US-Amerikaner erklärt die Gründe für die Erfolgsserie, definiert seine Ziele und spricht auch über seine Zukunft.

In Cincinatti geboren, in Alabama das College besucht, in Frankfurt zum Führungsspieler gereift. Seit rund sechseinhalb Jahren spielt Quantez Robertson mittlerweile für die Frankfurt Skyliners und ist eine zentrale Figur der derzeitigen Erfolgsgeschichte. Zwölf Spiele in Folge haben die Hessen gewonnen, in drei Wettbewerben sind sie vertreten – ein Titel ist nicht ausgeschlossen. "Wir haben einen unglaublichen Lauf", sagte Robertson dem hr-sport. "Das ist eine ganz spezielle Situation für uns."

Diese spezielle Situation hat die Skyliners auf Rang zwei der Basketball-Bundesliga-Tabelle, ins Achtelfinale des FIBA Europe Cups und ins Final Four des Pokals gespült. Ein Ende der Siegesserie ist vorerst nicht in Sicht, das Selbstvertrauen der Mannschaft ist gewaltig angewachsen. "Wenn wir weiter so spielen und alle gesund bleiben, können wir weit kommen", so Robertson, der im schönsten Südstaaten-Englisch anfügt: "The sky is the limit."

Die Defense steht

Nach oben sind den Frankfurter Himmelsstürmern also keine Grenzen gesetzt. Doch woran liegt es, dass bei dem jungen Team in dieser Saison alles möglich scheint? "Wir spielen einfach gut zusammen", so Robertson. Selbst Verletzungen von wichtigen Akteuren wie Danilo Barthel oder Konstantin Klein werfen die Skyliners nicht aus der Spur. Der Kader ist inzwischen stark genug, um Ausfälle zu kompensieren, wie Robertson bestätigt: "Dann sind eben die Jungs von der Bank eingesprungen, das macht uns stark."

Einen ganz besonderen Anteil am Erfolg hat natürlich aber auch Headcoach Gordon Herbert. Der gebürtige Kanadier hat das Team zu einer Einheit geformt und den vielen Talenten einen klaren Matchplan mit an die Hand gegeben. Vor allem die Arbeit unter dem eigenen Korb ist zur großen Stärke der Frankfurter geworden. "Wir haben meiner Meinung nach die beste Defense der Liga", so Robertson, der mit einem Punkteschnitt von 10,6 zu den besten Werfern des Teams gehört. "Wir ziehen unser Spiel durch und versuchen, die anderen Mannschaften aus dem Rhythmus zu bringen."

Über Berlin ins Finale

Die nächste Möglichkeit zu beweisen, dass diese Taktik funktioniert, haben die Skyliners am Samstag (18.30 Uhr) in der BBL-Partie gegen Ludwigsburg. Im Hinterkopf ist bei Robertson und Co. aber schon jetzt das Final Four im Pokal (ab 20. Februar). Auch dort soll es möglichst weit gehen und das Halbfinale gegen Berlin gewonnen werden. "Wir sind gut vorbereitet und werden alles geben, um ins Finale einzuziehen", sagte er. "Berlin ist ein gutes Team, aber wir werden versuchen, sie aus der Komfortzone zu bringen."

Robertsons eigene und private Komfortzone liegt mittlerweile in Frankfurt. Der Vater von zwei kleinen Kindern fühlt sich in der hessischen Metropole pudelwohl und kann sich vorstellen, noch länger in Deutschland und bei den Skyliners zu bleiben. "Man weiß natürlich nie, was passiert. Aber meine Zukunft kann durchaus in Frankfurt liegen", so Robertson. "Derzeit will ich mich aber einfach auf die Saison konzentrieren."

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