Skyliners-Team schwört sich ein
Die Skyliners schwören sich aufs Final-Four-Turnier ein. Bild © Imago

Sie sind der Außenseiter beim "Top Four" am Wochenende, doch die Skyliners Frankfurt wollen die großen Bs der Basketball-Branche weiter ärgern. Im Halbfinale wartet ein angeschlagener Gegner auf die Hessen.

13 Spiele, 13 Siege - die internationale Bilanz der Fraport Skyliners Frankfurt liest sich beeindruckend. Zwar spielen die Hessen lediglich im FIBA Europe Cup, der hinter der Euroleague und dem Eurocup ein bisschen weniger Bedeutung hat. Doch auch dort muss man erst einmal so souverän durch den Wettbewerb marschieren, wie es die Frankfurter derzeit machen. Als einziges Team sind die Skyliners in Europa noch ungeschlagen. Am Mittwochabend legten sie mit einem ungefährdeten 83:60 gegen AEK Larnaca aus Zypern im ersten Achtelfinale den Grundstein dafür, dass die erfolgreiche Reise durch Europa noch eine Weile weitergeht.

Zugleich tankten die Frankfurter Selbstvertrauen für das "Top Four" am Wochenende in München, bei dem es um den ersten Titel der Saison geht. Im Halbfinale der Pokal-Endrunde treffen die Skyliners am Samstag (19 Uhr) auf ALBA Berlin.

Berlin auf der Suche nach der Form

Während die Frankfurter voller Optimismus in die bayerische Landeshauptstadt reisen, haben die Berliner einige Sorgen im Gepäck. In der Bundesliga setzte es am Mittwoch gegen Aufsteiger Würzburg mit 83:90 die zweite Heimniederlage in Serie. Platz vier und damit der Heimvorteil in den Playoffs geraten nun ernsthaft in Gefahr.

"Wir haben nicht das individuelle Talent, um damit Spiele zu gewinnen, sondern werden immer nur über Kampf und Physis erfolgreich sein können", bemängelte ALBA-Coach Sasa Obradovic die Einstellung seines Teams. Nachwuchshoffnung Ismet Akpinar hofft auf einen schnellen Lerneffekt. "Jetzt wissen wir, dass wir gegen jeden verlieren können. Frankfurt spielt genau wie Würzburg."

Pokal wäre erster Titel seit 2004

Allerdings sind die Skyliners noch eine Nummer stärker einzuschätzen, rangieren in der Bundesliga auf dem vierten Platz. Und das mit einer Mannschaft, in der anders als bei den übrigen Clubs vor allem die deutschen Spieler den Ton angeben. Allen voran Johannes Voigtmann, der längst auf der Wunschliste der Spitzenclubs Bayern, Bamberg und Berlin steht.

Erst einmal will der Center, in Frankfurt noch bis 2017 unter Vertrag, am Wochenende aber die drei großen B ärgern und mit den Frankfurtern den ersten Titel seit der deutschen Meisterschaft 2004 holen. "Gewinnen", sagte Voigtmann daher auch lapidar auf die Frage, mit welchem Ziel sein Team nach München reist. In der Liga wurden Bayern und Bamberg daheim bereits besiegt, gegen Berlin setzte es eine Niederlage.

Skala nach oben offen

Weil der Sieg gegen Larnaca am Mittwoch bereits frühzeitig feststand, konnten die vielbeschäftigten Frankfurter in der Schlussphase sogar ihre Topspieler vorzeitig auf die Bank setzen. "Es war natürlich gut, ein paar Körner für das Top Four am Wochenende zu sparen", sagte Voigtmann.

Schon vor der Saison hatten die Skyliners ihre Ziele forsch formuliert. Pokal-Endrunde, Sieg im FIBA Europe Cup und ein stabiles Playoff-Team wollten sie sein, sagte Coach Gordon Herbert. Bislang sind die Frankfurter voll im Soll. "The sky is the limit", brachte es Publikumsliebling Quantez Robertson im Gespräch mit dem hr-sport auf den Punkt.

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