Böllenfalltor Stadion
Vielleicht hilft ja Flutlicht? Darmstadt 98 wartet in der Bundesliga noch auf den ersten Heimsieg gegen den 1. FC Köln Bild © picture-alliance/dpa

Wenn der SV Darmstadt 98 und der 1. FC Köln am Freitagabend aufeinandertreffen, dürfen Fußballfans kein Torfestival erwarten. Beide Teams stehen nicht gerade für spektakulären Offensivfußball. Genau das macht das Duell so spannend.

Vier sieglose Spiele in Folge musste der SV Darmstadt 98 zuletzt in der Fußball-Bundesliga schlucken. Ein Blick in die Statistik macht wenig Hoffnung, dass die Negativserie ausgerechnet am Freitag (20.30 Uhr) gegen den 1.FC Köln reißt. Warum der "Effzeh" klarer Favorit ist und wie die Lilien die Domstädter doch in die Knie zwingen können, verrät der hr-sport in seinem Angeberwissen zum Spiel.

Keiner will den Ball

Die Darmstädter Taktik war in dieser Saison eigentlich immer die gleiche: Der Gegner macht das Spiel, die Lilien machen’s schnell. Mit Köln kommt nun allerdings eine Mannschaft ans Stadion am Böllenfalltor, die ebenfalls nicht viel Wert auf Ballbesitz legt. Nur 46 Prozent Spielanteile können die Rheinländer in dieser Saison im Schnitt vorweisen. Die Darmstädter kommen gar nur auf 36 Prozent. Die große Frage lautet also: Wer nimmt das Heft in die Hand?

In der Ruhe liegt die Kraft

Die Antwort könnte lauten: Niemand. Vieles deutet vor dem Spiel auf ein torloses Remis hin. Die Kölner erzielten in den letzten fünf Spielen nur magere zwei Törchen, die Darmstädter brauchten dafür immerhin nur vier Spiele. Wenn es doch klingeln soll, scheinen ruhende Bälle die perfekte Waffe zu sein. 5 von 15 Toren schossen die Domstädter nach Standardsituation. Bei den Lilien ging sogar 43 Prozent aller Ligatreffer (6 von 14) ein Standard voraus.

Köln mit weißer Weste

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Und wenn es doch kein Unentschieden wird? Dann hat der "Effzeh"statistisch gesehen die besseren Karten. Immerhin ist der SV98 der einzige Club, gegen den die Kölner in der Bundesliga eine makellose Auswärtsbilanz vorweisen können. Zwei Mal gastierten sie in Südhessen, zwei Mal verließen sie als Sieger den Platz (1:0/1979 und 4:2/1982). Überhaupt warten die Darmstädter noch auf einen Bundesligasieg gegen Köln. In der Domstadt reichte es in zwei Partien immerhin zu einem Unentschieden.

Sulu kontert Modeste

Die große Sturmhoffnung beim SV98 heißt Aytac Sulu. Der kopfballstarke Innenverteidiger hat inzwischen schon drei Tore auf dem Konto. Das einzige Problem: Am heimischen Böllenfalltor muss Sulu seinen ersten Saisontreffer erst noch erzielen. Gut, dass Kölns Anthony Modeste derzeit komplett an Ladehemmung leidet. Nach sechs Toren in den ersten acht Liga-Spielen wartet der Franzose seit nunmehr fünf Spielen auf seinen siebten Treffer. Geht es nach den Lilien, kann Modeste ruhig noch eine Woche länger warten.

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