Rüdiger Fritsch SV98 Imago
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Beim SV Darmstadt 98 liebt man die Bildsprache. Ob "die kleinste Trompete im Orchester" oder das "Hollandrad bei der Tour de France": Die Lilien verstehen es, ihren Underdog-Status sprachlich kreativ zu verpacken. Mit Blick auf die Transferbemühungen hat Präsident Rüdiger Fritsch nun einen Vergleich im Tierreich gefunden.

17 Spiele, 18 Punkte, 13. Tabellenplatz: Der SV Darmstadt 98 blickt voller Stolz zurück auf eine tolle Bundesliga-Hinrunde, die dem Aufsteiger vor der Saison nur wenige Experten zugetraut hatten. "Wir haben uns fast optimal geschlagen", frohlockte auch Lilien-Präsident Rüdiger Fritsch im Gespräch mit dem hr-sport im Trainingslager in der Türkei. Am Grundverständnis der Südhessen hat das freilich nichts geändert. Die Jungs vom Böllenfalltor sehen sich nach wie vor als Underdog der Liga.

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"Wir können alle Vergleiche wieder heranziehen: Von 'kleinster Trompete im Orchester' bis 'Hollandrad bei der Tour de France'. An den Möglichkeiten hat sich ja nichts geändert", verwies Fritsch auf die im Bundesligavergleich nach wie vor bescheidenen finanziellen Mittel der Lilien. Während die Konkurrenz um Eintracht Frankfurt, Hannover 96 und VfB Stuttgart die Winterpause schon eifrig genutzt hat, um sich mit neuen Spielern zu verstärken, bleibt man in Darmstadt gezwungener Maßen geduldig.

In Geduld üben

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Zwei neue Profis würde Trainer Dirk Schuster zum Start der Rückrunde gerne im Team begrüßen. Im Moment, zu den Hochzeiten des Transfergeschehens, können die Lilien finanziell aber nicht mithalten. "Wenn ein Verein unbegrenzte Kapitalmöglichkeiten hat, ist es was anderes, als wenn man auf den Euro schauen muss. Wir sind beim Letzteren", so Fritsch. Das sei aber auch nicht schlimm. Damit habe man sich in Südhessen schon länger arrangiert. "Wir haben seit Jahren einen relativ großen Erfolg erzielt. Deshalb gibt es keinen Drang, etwas an der Strategie zu ändern."

Besagte Strategie ist auf den Kauf von Schnäppchen ausgelegt, zum Ende der Transferperiode. Das passt zum Underdog-Status der Lilien – dem kleinen Verein, der manch großem in dieser Saison schon richtig weh getan hat. "Die Bienen stechen bekanntlich am Ende", fand Fritsch auch für die Einkaufspolitik der Lilien die passende Analogie.

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