Trainingsübung bei Darmstadt 98
Noch einmal vor dem Bundesliga-Publikum verneigen: Die Lilien spielen zum Abschluss in Mönchengladbach. Bild © Imago

Mit einem Gastspiel in Mönchengladbach verabschiedet sich Darmstadt 98 aus der Bundesliga. Das beherrschende Thema am Böllenfalltor ist längst die Planung der Zweitliga-Saison. Ein neuer Stürmer ist bereits da.

Noch ein letztes Mal wollen die Fußballer des SV Darmstadt 98 in der Bundesliga Gas geben, bevor sie nach dieser Saison den Gang in die Zweitklassigkeit antreten müssen. Im Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach (Samstag, 15.30 Uhr) soll laut Trainer Torsten Frings "die Konzentration noch einmal hochgefahren" und "ein gutes Spiel" geliefert werden.

Das gleiche Vorhaben ging beim letzten Heimspiel gegen Hertha BSC (0:2) noch daneben. "Wir haben gesagt, wir wollen immer unser Bestmögliches geben, um nichts zu beeinflussen. Gegen die Hertha hat das nicht geklappt, da war die Luft ein bisschen raus", sagte Frings. Doch gegen den ebenfalls noch um einen Europa-League-Platz kämpfenden Tabellenneunten soll das am Samstag anders aussehen.

Maclaren kommt bis 2020

Dabei müssen die Lilien aber wohl auf Michael Esser und Felix Platte verzichten. Während der Torwart nach einer Oberschenkelzerrung schon am vergangenen Wochenende ausfiel, plagt sich Stürmer Platte seitdem mit einer Verletzung an der Achillessehne herum. Die Leihgabe des FC Schalke 04 konnte die ganze Woche über nicht trainieren.

Mehr noch als der anständige Abschied aus der Beletage sind es aber die Personalentscheidungen für die kommende Saison, die am Böllenfalltor für Gesprächsstoff sorgen. So verkündeten die Darmstädter am Freitag die Verpflichtung des australischen Nationalspielers Jamie Maclaren. Der 23 Jahre alte Mittelstürmer unterschrieb bei den Südhessen einen Vertrag bis zum 30. Juni 2020.

Jamie Maclaren
Jamie Maclaren schoss in Australien alles kurz und klein. Bild © Imago

Statue für Altintop

"Er ist ein Torjäger und hat in den vergangenen Jahren eine überragende Quote gehabt", sagte Frings. "Wir haben ihn sehr lange beobachtet und glauben, dass er uns richtig gut tun wird." Auch andere deutsche Vereine hätten den Mann, der für seinen vorherigen Club Brisbane Roar 42 Tore in 59 Spielen schoss, im Blick gehabt.

Eine Entscheidung darüber, ob Hamit Altintop den Darmstädtern erhalten bleibt, ist dagegen noch nicht gefallen. "Dass er überhaupt zu uns gekommen ist, war ein Wunder", sagte Frings. "Wenn er mit uns jetzt noch in die Zweite Liga mitgehen würde, müsste man ihm eine Statue vor dem Stadion bauen, und da würde ich sogar mit anpacken."

Warnung vor dem Super-GAU

In einem Bild-Interview hatte der Darmstädter Trainer zuvor bereits vor der nächsten Zweitliga-Saison gewarnt. Nicht der Wiederaufstieg könne das Ziel sein, sondern vielmehr: "Wir wollen nicht den Super-GAU erleben, wie es anderen Mannschaften schon ergangen ist: Wenn man von der Ersten Liga in die Zweite absteigt - und von der Zweiten direkt runter geht in die Dritte Liga", sagte Frings. "Wir werden eine neue Mannschaft aufbauen müssen. Und so etwas wird Zeit brauchen, um als Team zusammen zu wachsen und sich einzuspielen."

Sendung: hr-fernsehen, heimspiel! am Samstag, 19.5.2017, 17 Uhr

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