Sandro Wagner
Bleibt dem SV98 treu - zumindest bis Sommer: Sandro Wagner. Bild © Imago

Die Gerüchte um eine Mega-Offerte aus der Premier League lassen Sandro Wagner kalt. Der Stürmer will die Saison auf jeden Fall beim SV Darmstadt 98 beenden. Von einem Treuebekenntnis über den Sommer hinaus sieht er allerdings ab.

Gekickt hat er nicht, sich keine Eskapaden im Suff geleistet und auf Twitter, Instagram und Co. ist er überhaupt nicht unterwegs. Trotzdem hat Sandro Wagner zum Jahreswechsel bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Von einem Zehn-Millionen-Euro-Angebot aus England für den Lilien-Stürmer war plötzlich die Rede. Davon, dass Wagner mit den Premier-League-Clubs West Brom und Aston Villa verhandle, aber die Darmstädter das erwähnte Fabel-Angebot bereits abgelehnt hätten.

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Viel Trubel also in der besinnlichen Zeit, nur der Hauptdarsteller will davon gar nichts mitbekommen haben. "Ich lese nicht viel. Ich war im Urlaub und hatte mein Handy meistens ausgeschaltet", sagte der 28-Jährige am Dienstag im Trainingslager der Lilien. "Das interessiert mich auch nicht. Ich bin seit einem halben Jahr hier und es wäre zu früh, jetzt zu gehen." So habe er seinem Berater mitgeteilt, dass es derzeit keinen Redebedarf mit anderen Vereinen gebe.

Unverzichtbar im System der Lilien

Überhaupt hätte da auch sein Arbeitgeber ein Wörtchen mitzureden. Bei den Lilien besteht wenig Interesse, den Sommerneuzugang aus Berlin nach nur einer Bundesliga-Hinrunde wieder abzugeben. Zumal sich Wagner im System von Trainer Dirk Schuster direkt unverzichtbar gemacht hat. Der für seine Größe von 1,94 Metern technisch starke Mittelstürmer überzeugte nicht nur mit fünf Pflichtspiel-Treffern, sondern auch – ganz nach dem Geschmack von Schuster – mit großem Einsatz.

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Wagner zurück im Training

Nach anhaltenden Sprunggelenksproblemen ist Sandro Wagner am Dienstag auf den Rasen zurückgekehrt. "Ich hoffe, dass ich Ende der Woche wieder voll mittrainieren kann", sagte er. Für den Rückrundenstart gegen Hannover werde er sicher fit sein.

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Wie lang Wagner noch die Speerspitze des Darmstädter Powerfußballs stellt, ist aber unklar. Die kolportierten Premier-League-Millionen würden sicherlich sowohl den Lilien als auch dem Spieler selbst gut tun. "Die in England sind natürlich verrückt momentan", meinte er, um gleich darauf zu betonen: "Aber das ist Zukunftsmusik."

Ganz so lang dürfen sich beide Seiten mit ihren Planungen jedoch keine Zeit lassen. Wagner hat bei den Lilien zwar einen Vertrag bis 2017 unterschrieben, will sich aber offensichtlich nicht darauf festnageln lassen: "Was in einem halben Jahr ist, weiß ich nicht."

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