Luc Castaignos jubelt.
Sorgte für den Dosenöffner: Luc Castaignos bejubelt seinen Treffer zum 1:0. Bild © Imago

Ein Sommerkick mit verdientem Sieger: Die Frankfurter Eintracht hat am Samstag den Oberligisten Bremer SV bezwungen und steht in der zweiten Pokalrunde. Im ersten Pflichtspiel brauchten die Hessen etwas Anlaufzeit, eine Fehlentscheidung des Linienrichters und einen mutigen Youngster.

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Am Ende war es eine klare Angelegenheit: Eintracht Frankfurt steht nach einem 3:0 (1:0) beim Oberligisten Bremer SV in der zweiten Runde des Fußball-DFB-Pokals. Die Tore für die Hessen erzielten am Samstag Neuzugang Luc Castaignos (31.), Stefan Aigner aus dem Abseits heraus (52.) sowie das eingewechselte Nachwuchstalent Luca Waldschmidt (71.). Allerdings: Die Eintracht brauchte etwas Zeit, um in die Partie gegen einen tapfer agierenden Amateurverein hineinzufinden.

Ganze 31 Minuten dauerte es, ehe die Frankfurter ihre Favoritenrolle in einen Torerfolg ummünzen konnten. Stefan Reinartz, der "Quarterback" und heimliche Spielmacher im System von Trainer Armin Veh, überraschte den Bremer SV mit einem Direktpass von der Mittellinie zu dem am Strafraum lauernden Castaignos.

Castaignos trifft ins Tor - Seferovic die Latte

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Zwei, drei Schritte, ein Schuss - und Tor. Unter Mithilfe des Innenpfostens brachte der Niederländer sein Team in Führung (31.). Kurz vor dem Halbzeitpfiff hätte Haris Seferovic erhöhen können, sein Kopfball landete allerdings auf der Querlatte (45.).

Zuvor hatte es der Bremer Oberligist lange Zeit geschafft, den Klassenunterschied so gering wie möglich zu halten. In der Anfangsphase waren die Gastgeber im benachbarten Stadion in Oberneuland sogar einen kleinen Tick besser, hatten die ersten Torchancen.

Eintracht nach der Pause Herr der Lage

Simon-Joel Cakir zog bei seinem Vorstoß an Frankfurts Abwehrchef Carlos Zambrano vorbei, platzierte den Ball aus spitzem Winkel aber nur ans Außennetz (4.). Sieben Minuten später landete sein Drehschuss über dem Tor. Erst dann übernahm die Eintracht nach und nach die Kontrolle - und gab diese im zweiten Durchgang nicht wieder ab.

Nur wenige Augenblicke nach der Halbzeitpause hätte erneut Seferovic das 2:0 erzielen können, eigentlich müssen, als er das Leder nach einem feinen Zuspiel von Marc Stendera nicht richtig erwischte und knapp am Tor vorbei schoss (46.). Wesentlich besser lief es kurz darauf für Aigner, der ein Geschenk des Linienrichters dankbar annahm.

Aigner trifft aus dem Abseits heraus

Aus einer klaren Abseitsposition heraus baute er die Führung der Eintracht aus (52.). Als der Ball von Takashi Inuis Fuß vor das Tor des Bremer SV sprang, war Aigner der letzte Mann zwischen Hintermannschaft und Torwart Christian Ahlers-Ceglarek. Die Fahne des Assistenten blieb unten, der Pfiff des Schiedsrichters aus. Die 2.000 mitgereisten Frankfurter Fans jubelten - nicht zum letzten Mal.

Dank der mutigen und beherzten Entscheidung von Youngster Waldschmidt gab es einen dritten Treffer zu feiern. Nach einem Zuspiel des eingewechselten Johannes Flum war Waldschmidt einen Schritt schneller als Seferovic, das Nachwuchstalent mopste dem Schweizer den Ball vor den Füßen weg und schob zum 3:0 ein (71.). Seferovic dürfte es egal gewesen sein - die Eintracht steht in der zweiten Pokalrunde.

Weitere Informationen

Bremer SV - Eintracht Frankfurt 3:0 (1:0)

Bremen: Ahlers-Ceglarek - Waldau (46. Muharemi), Kwiatkowski, Nukic, Kmiec - Koweschnikow (62. Kaiser), Rathjen, Laabs, Schwarz - Cakir, Aziri (46. Kurkiewicz)
Frankfurt: Lindner - Hasebe, Zambrano, Russ, Oczipka - Stendera (60. Flum), Reinartz - Aigner, Inui (62. Waldschmidt) - Seferovic, Castaignos (80. Gerezigher)

Tore: 0:1 Castaignos (31.), 0:2 Aigner (52.), 0:3 Waldschmidt (71.)
Gelbe Karten: Koweschnikow / -

Schiedsrichter: Schriever (Dorum)
Zuschauer: 3.400

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