David Abraham von Eintracht Frankfurt
David Abraham springt zurück in die Startelf. Bild © Imago

Die Ziele des Drittplatzierten Eintracht Frankfurt vor dem Spiel gegen Ingolstadt sind bescheiden: Trainer Niko Kovac will den Abstieg vermeiden. Ein entscheidender Vorteil soll dabei die überschaubare Menge an Auswärtsfans werden.

Zeitweise fühlte man sich am Freitag bei der Pressekonferenz der Frankfurter Eintracht in schwierige Zeiten der vergangenen Saison zurückversetzt. Statt als Drittplatzierter über mögliche Europareisen zu sinnieren, erinnerte Trainer Niko Kovac vor dem Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen den Vorletzten FC Ingolstadt tatsächlich noch einmal an den Abstiegskampf. "Wenn wir morgen gewinnen, dann steigen wir nicht ab", lehnte sich der 45-Jährige aus dem Fenster. "Leicht wird das aber nicht."

Abraham meldet sich zurück

Richtig steil ist diese These angesichts der 19 Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz nicht. Unabhängig von der Sichtweise auf die bekanntlich nie lügende Tabelle ist das Ziel der Eintracht damit aber klar: Nach der deutlichen Niederlage bei Bayer Leverkusen soll gegen die Schanzer ein Sieg her. "Wir müssen drei Punkte einfahren", so Kovac, der jedoch im gleichen Atemzug vor dem Gegner warnte: "Die werden kämpfen, kratzen, spucken und beißen."

Weitere Informationen

Gacinovic guckt zu

Mijat Gacinovic wird das Spiel gegen den FC Ingolstadt aufgrund seiner Gelbsperre verpassen. Wer für ihn auf den Platz neben Omar Mascarell im defensiven Mittelfeld rückt, ließ Niko Kovac offen. "Wir haben eine Lösung A und eine Lösung B."

Ende der weiteren Informationen

Gut für die Eintracht, dass der "Aggressive Leader" rechtzeitig zurück ist: David Abraham hat seine Oberschenkelzerrung aus dem Pokalspiel in Hannover auskuriert und den Härtetest im Training überstanden. Der Abwehrchef ist wieder fit und soll direkt in die Startelf rutschen. "Er wird morgen von Beginn an dabei sein", stellte Kovac dem Innenverteidiger eine Stammplatzgarantie aus. "Es ist gut, dass er wieder da ist. Er kann sicher das ein oder andere ablaufen und ist bei Standards sehr wichtig."

Kovac appelliert an den Schiedsrichter

Aufstellung SGE FCI
Bild © hessenschau.de

Vor allem die Situationen mit ruhendem Ball sind es, die dem Eintracht-Coach Kopfzerbrechen bereiten. Die Ingolstädter haben zehn ihrer 17 Tore nach Freistößen oder Eckbällen erzielt und werden körperlich voll dagegen halten. Fouls rund um den eigenen Strafraum stehen deshalb auf dem Index. Ähnlich wie beim Hessenderby gegen Darmstadt mahnt Kovac sein Team zur Vorsicht und richtet einen Appell an den Unparteiischen. "Wir müssen so wenig Foulspiele wie möglich machen. Und ich hoffe, dass der Schiedsrichter nicht alles abpfeift."

Einen fußballerischen Leckerbissen erwartet der Coach aufgrund der "ekligen" Spielweise des Gegners mit einer kompakten Abwehr nicht. Die Zuschauer, die sich auf den Weg in die Arena machen werden, sollten sich lieber auf lange Bälle statt auf sehenswerte Doppelpässe einstellen. Die Eintracht müsse sich in Geduld üben, Ballverluste im Spielaufbau vermeiden und möglichst schnell treffen. "Ein frühes Tor würde unserem Spiel guttun", bemühte Kovac die wohl bekannteste aller Phrasen.

Der Sekt steht bereit

Während das Spiel auf dem Platz also durchaus ausgeglichen verlaufen könnte, ist auf den Rängen nicht mit allzu viel Gegenwehr aus Ingolstadt zu rechnen. Ganze 228 unerschrockene Fans der Schanzer werden sich nach Vereinsangaben auf den Weg nach Frankfurt machen, um ihr Team zu unterstützen. Angesichts von rund 46.000 Eintracht-Anhängern ein gewagtes Unterfangen. "Das ganze Stadion wird uns nach vorne peitschen, wir haben fast alle Zuschauer auf unserer Seite", so Kovac. "Das kann schon ein Vorteil sein." Und wenn alles gut läuft, könnten am Ende alle zusammen den Klassenerhalt feiern.

Das könnte Sie auch interessieren

zum Artikel Auch Sobiech kommt : Altintop bleibt eine Lilie

Darmstadt: Der SV Darmstadt 98 ist wohl immer für eine Überraschung gut – bei der offiziellen Saisoneröffnung am Donnerstag waren es gleich zwei: Neuzugang Artur Sobiech und Hamit Altintop, der seinen Vertrag verlängerte und damit für ganz große Emotionen sorgte.