Szabolcs Huszti
Szabolcs Huszti im gelben Leibchen Bild © Rhode/Storch

Ein Freund großer Worte ist Szabolcs Huszti nicht. Im Trainingslager der Frankfurter Eintracht in Abu Dhabi hinterließ der Neuzugang in den ersten Tagen dafür auf dem Platz bleibenden Eindruck und verriet, dass er für seinen Fokus auf die Frankfurter sogar den Familienfrieden aufs Spiel setzte.

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Eintracht-Profi Szabolcs Huszti

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Während andere Bundesligisten dieser Tage mit einigen Neuzugängen und ebenso viel Geduld für die Verpflichtungen im Gepäck ins Trainingslager reisen, scheint Szabolcs Huszti bei der Frankfurter Eintracht kaum Eingewöhnungszeit zu brauchen. Der Routinier, der in der Winterpause vom chinesischen Erstligisten Changchun Yatai an den Main wechselte, hinterlässt im Trainingslager der Frankfurter in Abu Dhabi Eindruck – stets anspielbar und auf dem Platz präsent, hat sich Huszti binnen kürzester Zeit in der Trainingself der Eintracht etabliert.

"Ich bin zurückgekommen, weil ich an mich glaube", sagte er am Freitag. "Und ich fühle mich fit. Müde, aber fit." Die harten Einheiten der vergangenen Tage sind auch am 32-Jährigen nicht spurlos vorübergegangen und doch strotzt er vor Selbstbewusstsein, scheut nicht einmal die Schinderei in der Vorbereitung. "Ich gebe in jedem Training alles, auch wenn es weh tut", sagte er. Schmerzen sind für Huszti ein Teil seiner Aufgabe, seiner Herausforderung bei der Eintracht.

Starker Start, großes Lob

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Eintracht-Trainer Armin Veh

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"Ich bin hier, um der Eintracht zu helfen", betonte der Ungar. Das erwarte auch Trainer Armin Veh von ihm. Der lobte den Neuzugang indes ausdrücklich und scherzte mit den anwesenden Journalisten. "Das seht glaube ich auch ihr, dass Huszti einen richtig guten, starken Eindruck macht", so Veh. Doch nicht nur beim Trainer, auch bei seinen neuen Mitspielern genießt Huszti Respekt. "Ihn kennen wir natürlich", sagte etwa Teamkollege Stefan Aigner und erinnerte sich in einer Mischung aus Ehrfurcht und Bewunderung an die Fähigkeiten des einstigen Gegenspielers. "Er hat in Hannover sehr gute Spiele abgeliefert, immer Tore geschossen und viele Vorlagen gegeben."

Angesichts der bedrohlichen Nähe zu den Abstiegsrängen dürften sich Fans und Verantwortliche von Huszti all das auch bei der Eintracht erhoffen. Schon jetzt ist der Standardspezialist im Trainingslager für alle ruhenden Bälle zuständig und trug in den vergangenen Tagen stets eines jener gelben Leibchen, mit denen Trainer Veh seine Stammformation ausstattet. Während Huszti auf dem Platz Ruhe und Routine ausstrahlt, den Ball anzuziehen scheint, vermeidet der Hoffnungsträger fernab des Rasens allzu große Versprechungen und will lieber Taten sprechen lassen. "Es ist egal, was ich jetzt sage", so Huszti. Entscheidend sei, wie die Mannschaft in die Rückrunde starten. "Dann müssen wir uns gut präsentieren."

Harte Arbeit für die erste Elf

Dazu will auch Huszti einen großen Teil beitragen. "Ich konzentriere mich derzeit vor allem auf meine Aufgabe", sagte er. Und die ist eben der Eintracht zu helfen, ganz gleich auf welcher Position. "Meine Lieblingsposition ist die erste Elf", scherzte er und verriet damit doch, wie ehrgeizig und fokussiert er ist. "Deshalb arbeite ich hart." Er wolle die Chance, die Veh ihm in Frankfurt gebe, unbedingt nutzen. Deshalb hat der Mittelfeldspieler erst einmal alles andere hinten angestellt. Auch die Geburt seines Sohnes. "Es war hart, hier zu sein", sagte Huszti, der am 6. Januar zum zweiten Mal Vater wurde. "Aber ich bin professionell genug, als neuer Spieler trotzdem hier zu sein."

Für das Trainingslager der Eintracht im Wüstenstaat riskierte er gar den Familienfrieden im Hause Huszti. "Meine Frau war ein klein wenig sauer, aber sie hat es verstanden", gestand er. Für die Mitspieler gab der frischgebackene Vater bereits eine Runde aus, wie er seine Frau besänftigte ist indes nicht übermittelt. Dass sein Fokus voll auf der Eintracht und der Mission Klassenerhalt liegt, dürfte Huszti damit einmal mehr verdeutlicht haben. Und so ist der Ungar, der noch bei seiner Vorstellung zurückhaltender als etwa Youngster Kaan Ayhan oder die schillernde Neuverpflichtung Marco Fabian wirkte, in Abu Dhabi vom schüchternen Neuzugang zum Hoffnungsträger der Frankfurter geworden.

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