Eintracht-Trainer Armin Veh verlässt die Pressekonferenz nach dem Spiel gegen Ingolstadt.
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Die zweite Amtszeit von Trainer Armin Veh bei der Frankfurter Eintracht ist vorbei. Einen Tag nach dem 1:1 gegen den FC Ingolstadt gab der Club am Sonntag die Trennung bekannt.

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Es hatte sich nach dem Remis gegen Ingolstadt bereits angedeutet, jetzt ist es offiziell: Eintracht Frankfurt und Armin Veh gehen getrennte Wege. Das teilte der Club am Sonntag mit. Co-Trainer Reiner Geyer übernimmt zunächst das Training. Über einen Nachfolger für Veh will der Vorstand "zeitnah entscheiden", er soll laut Vorstandsboss Heribert Bruchhagen schon beim Spiel in Gladbach am Samstag auf der Trainerbank sitzen.

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Armin Veh schwingt eine blaue Fahne

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"Die Trennung ist uns sehr schwer gefallen, denn Armin Veh hat bis zuletzt unser Vertrauen gehabt", sagte Bruchhagen. Dennoch habe man dem Team mit einem Trainerwechsel "im Abstiegskampf einen wichtigen Impuls geben" wollen, um den Klassenerhalt zu schaffen. "Eintracht Frankfurt dankt Armin Veh für seine Arbeit.“

Keine erfolgreiche Rückkehr

Veh hatte den Frankfurter Bundesligisten erst zu Saisonbeginn übernommen, die in ihn gesetzten Erwartungen aber nicht erfüllt. Trotz des teuersten Kaders der Vereinsgeschichte fand sich die Eintracht schon früh im Abstiegskampf wieder. Deshalb hatten sich die Fans seit Wochen gegen Veh gestellt, der noch einen Vertrag bis 2017 besaß.

Trotzdem hatte Bruchhagen in seinem letzten Jahr als Vorstandsboss lange an Veh festgehalten und auch die Spieler sprachen sich für den Coach aus. Noch am Samstagabend hatte sich Kapitän Marco Russ deutlich für Veh ausgesprochen. Doch am Ende musste sich die Eintracht-Führung dem Druck beugen. Veh habe sogar ein bisschen erleichtert gewirkt, als ihm die Nachricht verkündet wurde, sagte Bruchhagen. "Er hat gespürt, wie das Umfeld auf ihn reagiert hat. Da setzt neben der Enttäuschung auch ein Punkt Erleichterung ein und den meine ich bei ihm vernommen zu haben."

Bruchhagen will nicht nur einen Retter

Als neuen Chefcoach will die Eintracht aber nicht nur einen Feuerwehrmann verpflichten."Es ist schon unser Ziel, einen Trainer zu finden, der viele Ziele erreicht. Nämlich dass er den Klassenerhalt schafft und dann in der Struktur und in der Zusammenstellung der Mannschaft für die neue Saison eine entscheidende Rolle spielt", sagte Bruchhagen.

Namen wollte Bruchhagen nicht kommentieren. Sportdirektor Hübner soll den Veh-Nachfolger aussuchen, "schließlich muss er auch über meine Zeit hinaus mit dem neuen Trainer zusammenarbeiten", sagte der Vorstandsboss. Als Kandidaten gelten Jos Luhukay, Kosta Runjaic, Markus Gisdol, Tayfun Korkut und U19-Coach Alex Schur.

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Ihre Kommentare Die Eintracht trennt sich von Armin Veh - War das die richtige Entscheidung?

138 Kommentare

  • Es war falsch ihn wieder zu verpflichten.
    Mann muss sich mal erinnern mit welchem
    Argument er gegangen ist, da war kein Herzblut.

  • Seit Jahrzehnten bin ich Eintrachtler und bleibe Eintrachtler. Ich frage mich, warum unsere EINTARCHT immer wieder ZWIETRACHT hat?
    Meine Diva vom Main hat scheinbar das in ihrer Fußballgene.
    Als Fahrstuhlmannschaft haben wir schon viele Enttäuschungen durchlebt.
    Im übrigen war ich vor sehr langer Zeit selbst Fußballer, ja Stürmer mit der wahren Nr. 11 als echter Linksfüßler.
    Schade, dass Herr Bruchhagen seine große Eintrachtszeit beendet.
    Nun hoffen wir, dass der neue Trainer mit den guten Einzelspielern ein weiteres Wunder vollbringt.
    Jedenfalls haben das unsere SUPERFANS mehr als verdient meint, hofft, wünscht
    Mit freundliche Grüßen
    Ihr Gerhard Bach aus D-63667Ulfa.

  • Aus meiner Sicht absolut die richtige Entscheidung (siehe Tabellle - objektivster Gradmesser), allerdings etwas spät. Das ganze Projekt Klassenerhalt wird so für den neuen Übungsleiter zur echten Herausforderung, dessen Erreichung fast eines Wunders bedarf.

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