Fan-Banner "Für immer Waldstadion"
Bild © Rhode/Storch

Schöne Nachricht für alle Fußball-Romantiker: Eintracht Frankfurt tritt am Samstag nicht in der Commerzbank-Arena an, sondern im Waldstadion. Dahinter steckt auch die Forderung der Fanvertretungen nach mehr Stehplätzen und einem Stadionausbau.

Wie die "Initiative Stadionausbau" am Mittwoch mitteilte, habe sich die Commerzbank nach einem Gespräch dazu bereit erklärt, beim letzten Bundesliga-Heimspiel dieser Saison gegen Leipzig am Samstag (15.30 Uhr) auf ihr Namensrecht zu verzichten. Dadurch wird die Rückkehr zum alten Namen "Waldstadion" möglich, der bis 2005 die ursprüngliche Bezeichnung für das Fußballstadion im Frankfurter Stadtwald war.

Die Initiative Stadionausbau besteht aus der Fan- und Förderabteilung des Vereins, dem Fanclubverband sowie der Fanorganisation Nordwestkurve Frankfurt. Mit der vorübergehenden Rückkehr zum Namen Waldstadion sind ihre Forderungen nach mehr Stehplätzen und einem Stadionausbau eng verbunden. Die Bezeichnung Waldstadion sei der "Inbegriff eines großen Stehplatzstadions" gewesen, heißt es in der Mitteilung.

50.000 Flyer werden verteilt

Die Commerzbank stehe demnach "voll und ganz hinter dem Bedürfnis der Fans, das Live-Erlebnis Eintracht für jeden möglich zu machen" und zeige zudem "große Unterstützung". Rund um das Leipzig-Spiel sollen 50.000 Flyer verteilt werden, um für weitere Unterstützung für einen Ausbau zu werben.

Oberstes Ziel der Fanvertretungen: eine Erhöhung der Stehplätze von aktuell 9.000 auf 20.000. "Seit 2005 hat es keine neuen Stehplatzdauerkarten mehr gegeben und es kommen nur wenige Tageskarten in den freien Verkauf", wird Henning Schwarz, Vorstandsmitglied der Fan- und Förderabteilung, zitiert. "Fußball ist ein Volkssport, bezahlbare Eintrittspreise zu einem Fußballspiel sind ebenso wichtig wie bezahlbarer Wohnraum."

EM-Bewerbung zum Anlass nehmen

Der Zeitpunkt, um für einen Ausbau zu werben, sei nach der Bewerbung der Stadt Frankfurt als Spielort der Europameisterschaft 2024 günstig. "Solch ein Großprojekt ist nur mit einem Großereignis umsetzbar", hieß es dazu von Dominik Ziegra von der Fanorganisation Nordwestkurve. "Das Stadion muss wachsen, wie die Stadt auch wächst", fügte Ina Kobuschinski vom Fanclubverband hinzu.

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