Horst Heldt im Frankfurter Stadion
Schalkes Sportvorstand Horst Heldt Bild © Imago

Die Ära von Vorstandsboss Heribert Bruchhagen bei der Frankfurter Eintracht endet im Sommer und er hinterlässt große Fußstapfen. Das weiß auch Schalke-Manager Horst Heldt, der als möglicher Kandidat gehandelt wird, daran aber noch keinen Gedanken verschwendet haben will.

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Als der damalige Fußball-Profi Horst Heldt am 18. Juni 1999 einen Vertrag bei Eintracht Frankfurt unterschrieben hat, sagte er: "Ich sehe bei der Eintracht eine neue, große Herausforderung." Fast 17 Jahre später erinnert sich der heutige Sportvorstand des FC Schalke 04 immer noch gerne an seine zwei Jahre bei den Frankfurtern zurück. "Es war eine bewegende Zeit. Es war viel los bei der Eintracht, wenig organisiert und ein ziemliches Chaos. Trotz alledem hat es unheimlich viel Spaß gemacht, weil die Eintracht ein Traditionsverein ist", sagte Heldt am Montag im heimspiel! des hr-fernsehens.

Ein Traditionsverein ist die Eintracht noch immer und auch das Attribut "viel los" kann den Frankfurtern in dieser Saison wieder einmal zweifellos zugesprochen werden. Neben dem Abstiegskampf, in dem das Team von Trainer Armin Veh mit den beiden torlosen Unentschieden gegen den Hamburger SV und Schalke 04 nur mühsam Punkte sammelt, suchen die Verantwortlichen einen Nachfolger für Heribert Bruchhagen. Die Fußstapfen des Vorstandsbosses sind groß. Das weiß auch Heldt.

Bruchhagens große Fußstapfen

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 "Er hinterlässt eine Lebensleistung bei Eintracht Frankfurt. Es ist schade, dass er sich aus dem Fußball zurückzieht, aber er ist auch in einem gesetzten Alter und hat verdient, mal zur Ruhe zur kommen", so Heldt. Was Bruchhagen aus dem Club, mit dem Heldt einst abstieg, gemacht hat, sei grandios. "Auch wenn sie aktuell etwas Sorgen haben, war die Eintracht, seit er das Zepter übernommen hat, jahrelang in ruhigen Fahrwassern." Wie schwer eben jene Ruhe bei einem Umfeld wie in Frankfurt ist, weiß Heldt aus eigener Erfahrung. Schließlich klaffen auch bei Schalke 04 Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander.

Heldt, der im Sommer von Christian Heidel abgelöst wird, könnte für die Eintracht also tatsächlich ein Kandidat für die Nachfolge von Bruchhagen sein. Parallelen zu seiner Arbeit auf Schalke gibt es genug und es scheint, als könne sich auch der 42-Jährige selbst das tatsächlich vorstellen. Schließlich huscht immer noch ein Lächeln über das Gesicht des erfahrenen Managers, wenn er über das spricht, was ihm am Herzen liegt. "Es ist etwas ganz Besonderes, wenn man die Chance hat, für einen Traditionsverein zu arbeiten, weil es unglaublich viel Spaß macht, weil man viel bewegen kann und weil man natürlich auch viele Leute hat, die sich für den Verein interessieren", so Heldt. "Es ist eben sehr intensiv." Die Fans, sie sind für Heldt das, was diese Arbeit besonders macht. Und Tradition gibt es an beiden Standorten reichlich - auf Schalke, aber eben auch in Frankfurt.

"Noch keine Gespräche"

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Auch die Anhänger der Eintracht haben bei ihm einst bleibenden Eindruck hinterlassen. "Die Eintracht hat herausragende Fans", sagte er. "Ich kann mich erinnern, als sie in der Euro League in Bordeaux waren. Da waren wahrscheinlich mehr als die Hälfte der Fans Eintracht-Fans." Für ein mögliches Bewerbungsgespräch wäre diese Anekdote sicher nicht schlecht. Gedanken über seine Zukunft will sich Heldt allerdings noch nicht gemacht haben. Schließlich habe er bei Schalke noch Verantwortung.

"Aber es wird den Zeitpunkt geben, an dem ich mir Gedanken mache", gestand er und fügte hinzu: "Ich habe hier bei der Eintracht eine Vergangenheit, habe hier wirklich gern Fußball gespielt und vielleicht gibt es da irgendwann mal die Gelegenheit, wenn die Eintracht signalisiert, Gespräche zu führen." Bisher habe es die noch nicht gegeben. "Ich habe keine Kenntnis, ob die Eintracht überhaupt Interesse hätte", betonte Heldt, der sich um die Zukunft der Eintracht keine Sorgen macht. Schließlich seien "fähige Leute am Werk". "Dann wird eine neue Ära beginnen", so Heldt. Die Frage ist nur, ob mit oder ohne den einstigen Eintracht-Profi.

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