Niko Kovac
Der neue Eintracht-Trainer Niko Kovac wurde am Dienstag vorgestellt. Bild © Imago

Der Neue ist da: Niko Kovac ist seit Dienstag Trainer von Eintracht Frankfurt. Der Nachfolger von Armin Veh will den Konkurrenzkampf innerhalb des Teams neu entfachen.

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Niko und Robert Kovac stemmen die Meisterschale des FC Bayern München

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Die Trainer-Suche der Frankfurter Eintracht ist vorbei. Niko Kovac soll den kriselnden Bundesligisten vor dem Abstieg bewahren. Wie der Club am Dienstag mitteilte, erhält der 44-Jährige einen Vertrag bis zum 30. Juni 2017. Der Vertrag ist nur für die erste Liga gültig. Der frühere Bundesliga-Profi hatte zuletzt das kroatische Nationalteam trainiert und war dort im September von seinen Aufgaben entbunden worden.

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zum Video Kovac: "Froh über die Möglichkeit"

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"Ich bin froh, dass man mir die Chance gibt, hier zu helfen", sagte Kovac bei seiner Vorstellung. "Die Eintracht ist für mich ein Top-Bundesligaclub mit tollen Fans. Ein Traditionsclub." Seine lange Bundesliga-Abwesenheit - die letzte Spielerstation bis 2006 hieß Hertha BSC - sei kein Nachteil. "Mir ist nichts entgangen, ich bin voll im Bilde. Ich kenne die Eintracht genauso, wie ich die anderen Mannschaften kenne. Ich kenne die Bundesliga wie keine andere Liga", so Kovac.

Kovac holt die Fans ins Boot

An ein Abstiegs-Szenario verschwendet der gebürtige Berliner nicht einen Gedanken. Allein deshalb sei sein Vertrag auch nur für die erste Liga gültig. "Ich bin hierher gekommen, um in der Liga zu bleiben. Über etwas anderes denke ich nicht nach. Ich bin absolut zuversichtlich." Damit die Mission Klassenerhalt auch tatsächlich gelingen kann, zählt Kovac auf die Unterstützung der Fans: "Der zwölfte Mann ist immens wichtig. Das bekommt man nicht nur im Stadion mit, sondern selbst vor dem Fernseher. Ich setze sehr viel auf die Fans."

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zum Video Hübner: "Total überzeugt"

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Die Philosophie des Trainers Kovac sei durchaus mit der des früheren Spielers Kovac zu vergleichen. "Als Spieler war ich ein Arbeiter - und so bin ich auch als Trainer", sagte er. "Ich erwarte von allen absolute Professionalität, Hingabe, Leidenschaft und Disziplin. Wenn man disziplinlos ist, entsteht Chaos. Und wenn Chaos ist, kann alles passieren. Aber ich bin kein autoritärer Trainer, der mit dem Dampfhammer kommt." Und trotzdem will er den Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft neu anheizen.

Die Startelf-Karten werden neu gemischt

Angesprochen auf die Frage, wie schwer die Ausfälle von Stammkräften wie Abwehrchef Carlos Zambrano und Mittelfeldmotor Marc Stendera wiegen, sagte Kovac: "Das sind alles qualitativ sehr gute Spieler. Aber es muss auch ohne sie gehen. Der Druck auf die Stammspieler muss erhöht werden. Derjenige, der den besten Trainingseindruck hinterlässt, wird spielen."

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Solche Gedankengänge sind es offenbar, mit denen Kovac die Eintracht-Verantwortlichen für sich gewinnen konnte. "Er konnte unsere Mannschaft genau analysieren, sodass er uns überzeugt hat", sagte Sportdirektor Bruno Hübner. "Er ist ein unverbrauchter Trainer mit ganz neuen Ideen und Gedanken. Wir sind der Überzeugung, dass Kovac unser Ziel, den Klassenerhalt zu schaffen, realisieren wird." Ähnlich äußerte sich Vorstandsboss Heribert Bruchhagen: "Wir glauben, aus Überzeugung die richtige Entscheidung getroffen zu haben - und diese Entscheidung haben wir einstimmig getroffen."

Niko bringt Bruder Robert mit

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Die Eintracht hatte am Sonntag die Entlassung des bisherigen Trainers Armin Veh verkündet. Damit zogen die Verantwortlichen die Konsequenzen aus der sportlichen Talfahrt. Die Hessen sind seit sieben Spielen ohne Sieg. In der Tabelle rutschten die Frankfurter auf den Relegationsplatz ab.

Mit Kovac hat sich ein Außenseiter im Kampf um den Trainerposten durchgesetzt. Der 44-Jährige, der seinen Bruder Robert als Assistenten mit an den Main bringt, war erst relativ spät als Kandidat ins Spiel gebracht worden. Nun hat er sich gegen Kandidaten mit mehr Bundesliga-Erfahrung als Trainer wie Jens Keller oder Markus Gisdol durchgesetzt.

Von Salzburg über Kroatien nach Frankfurt

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Der in Berlin geborene Kroate hatte zwar 15 Jahre lang in der Bundesliga gespielt, aber noch nie dort trainiert. Nachdem er als Co-Trainer bei Red Bull Salzburg arbeitete, coachte er die kroatische Nationalmannschaft unter anderem bei der WM in Brasilien. Mit mäßigem Erfolg: Schon nach der Vorrunde war für die Kroaten Schluss. Eine schwache EM-Quali wurde Kovac dann zum Verhängnis. Im September 2015 musste er seine Koffer packen. Seitdem war der 44-Jährige auf Jobsuche. Jetzt heuert er erstmals als Coach in der Bundesliga an.

Ihre Kommentare Niko Kovac ist neuer Eintracht-Trainer - was sagen Sie dazu?

186 Kommentare

  • Find ich gut, er hat einen guten Energiepegel, der uns weiterhelfen kann. Zu letzt kam die Mannschaft zu zahm daher.
    Und ich finde es sehr richtig, dass nicht ein zweites Mal auf die Mannschaft gehört wurde. Beim ersten Mal wurde mit Schaaf ein erfolgreicher Trainer nicht gestützt, der auch in den letzten Spielen noch gepunktet hat, obwohl sich angeblich Spieler nicht verstanden fühlten. Die Jahre vorher war das Verständnis da, aber die letzten Spiele wurden abgeschwenkt.

    Jetzt wollten Spieler einen sehr verdienten, aber leider nicht mehr innovativen und erfolgreichen Trainer stützen. Das sagt Einiges über die sympathische, aber wenig e folgversprechende Mentalität dieser Spieler aus.

    Das muss aufhören. Ich hoffe, Kovac wird Aggressivität und Präsenz erheblich steigern und freue mich auch für die vielen aufs Abstellgleis geschobenen Spieler.

    Nochmal Danke, Armin Veh, unterm Strich war Vieles gut!
    J. Kramer

  • Mal wieder gut eingespart - aber ich denke - diesmal spart man sich kaputt!
    Ich hätte mir Jens Keller gewünscht oder einen Bundesliga-erfahrenen Trainer für den Abstiegskampf. Man kann nicht alles haben. Hoffentlich kann der andere hessische Bundesligist die Liga halten.

  • An alle Bedenkenträger sei gesagt. Die Eintracht hat heute Ihren wirklichen Trainer verloren. Rainer Geyer. Jedem hier sei noxhmals der hochinteressante Artikel der Renterkiebitze kurz vor Jahresende hier empfohlen. A.V.hat nicht trainiert, er liess trainieren und setzte auf "Eigenverantwortlichkeit der Spieler". Soblief es dann auch. Insofern sind akribische Arbeiter mit taktischer Ausblidung bei Bayern, Juve und Dortmund sicherlich ein Fortschritt.
    Irgenwie erinnert einen die Entscheidung an die des derzeitigen Tabellendritten nach dem 15 Spieltag der letzten Saison am 5 Februar 2015 als es gegen den Abstieg in Berlin ging. Die Erfahrung des jungen ehemaligem Spielers mit Herzblut und Verstand bestand uebrigens in der eines Jugendtrainers sowie der eines Natoalcoaches von Ungarn. Also etwas mehr Zuversicht bitte hier! Ich freu mich...

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