Rhode-Storch Kovac Brüder
Eintracht-Trainer Niko Kovac (l.) und sein Bruder Robert haben einen Schlachtplan. Kann er aufgehen? Bild © Rhode/Storch

Zwölf Punkte braucht die Frankfurter Eintracht aus den verbleibenden acht Bundesligaspielen, um den Klassenerhalt zu schaffen. Das ist zumindest die Ansage von Trainer Niko Kovac. Nur gegen wen sollen die nötigen Zähler eingefahren werden? Ein Rechenspiel.

Videobeitrag

Video

zum Video Das Fußball-ABC – Eintracht gegen Abstieg

Ende des Videobeitrags

Die Grenzen sind klar gesteckt. Eintracht-Coach Niko Kovac hat den Rechenschieber ausgepackt und den Klassenerhalt in Zahlen ausgedrückt. "Wir brauchen meiner Meinung nach 36 Punkte. Heißt: Wir brauchen vier Siege", sagte der Kroate. Bei noch acht verbleibenden Partien heißt das aber auch: Die Eintracht muss die Hälfte ihrer ausstehenden Spiele gewinnen. Ist das machbar?

Videobeitrag

Video

zum Video Stendera: "Jedes Spiel ist ein Endspiel"

Ende des Videobeitrags

Unmöglich scheint die Vorgabe angesichts des Restprogramms nicht. Einen Ausrutscher dürfen sich die Hessen aber kaum erlauben. Das erste Etappenziel ist ein Sieg am Samstag (18.30 Uhr) gegen Hannover 96. Zwar wollte Kovac im Vorfeld nicht von einem "End- oder Schicksalsspiel" sprechen, einen vermeintlich leichteren Gegner als den Tabellenletzten wird es aber nicht geben. Drei Punkte gegen Ex-Trainer Thomas Schaaf sind Pflicht. Das wissen auch alle Beteiligten am Main. Marc Stendera sagte, dass der Mannschaft nur ein Sieg helfe. "Jedem ist der Ernst der Lage bewusst, es ist sehr, sehr eng", so der Mittelfeldspieler.

Patzen verboten!

Eintracht Restprogramm
Bild © hessenschau.de

Nach dem Hannover-Spiel gibt es noch drei weitere Spiele, in denen sich die Hessen durchaus Chancen auf weitere Erfolge ausrechnen dürfen. Das Heimspiel gegen Hoffenheim sowie die Auswärtsspiele bei Werder Bremen und Darmstadt 98 sind Gradmesser. Drei Spiele gegen drei direkte Konkurrenten im Abstiegskampf. Einen Sieg gegen Hannover vorausgesetzt, haben die Frankfurter hier die Chance, die verbliebenen neun Punkte einzufahren. Quasi als Bonus würden sie damit auch die Konkurrenz im Tabellenkeller halten.

Problematisch wird es, wenn die Eintracht auch nur eine einzige dieser Partien nicht gewinnt. Dann nämlich muss andernorts noch ein Sieg her. Bei Gegnern wie Bayern München, Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund dürfte das aber nur schwer zu bewerkstelligen sein. In der Hinrunde sammelten die Frankfurt gegen die drei Top-Teams genau einen Zähler (0:0 gegen München).

Notausgang Mainz

Sollten die Hessen tatsächlich patzen, bleibt ihnen also womöglich nur eine letzte Chance: das Nachbarschaftsduell mit Mainz 05. "Mainz, Derby… da ist immer etwas möglich", prophezeite Kovac. Das Hinspiel verlor die Eintracht allerdings mit 1:2.

Bislang haben die Frankfurter übrigens fünf Saisonsiege gefeiert – in 26 Spielen. Für die Mission Klassenerhalt muss die Erfolgsquote also deutlich gesteigert werden. Egal, gegen wen man die zwölf Punkte holen möchte.

Das könnte Sie auch interessieren

zum Artikel Eintracht-Neuzugang : Vertrauen in Varela

Frankfurt: Guillermo Varela soll den Konkurrenzkampf in der Defensive der Frankfurter Eintracht beleben. Trainer Niko Kovac ist von den Qualitäten des jüngsten Neuzuganges überzeugt und hat den 23-Jährigen schon lang auf dem Zettel. Der Uruguayer will das Vertrauen auf dem Platz zurückzahlen.

Zum Seitenanfang