Zimmermann
Die Löwen waren gestern: Jan Zimmermann hütet ab sofort das Eintracht-Tor. Bild © picture-alliance/dpa

Für Jan Zimmermann ist die Rückkehr zur Frankfurter Eintracht eine Herzensangelegenheit: "Der Verein hat mir gefehlt." Sportlich fühlt sich der Schlussmann für die neue Aufgabe in der Bundesliga gereift.

Endlich wieder daheim: In diesen wenigen Worten kann man getrost die Rückkehr von Jan Zimmermann zur Frankfurter Eintracht verpacken. "Es ist ein großartiges Gefühl. Ich bin richtig froh, wieder im Verein zu sein", frohlockte der Keeper selbst im Interview mit Eintracht TV. Am Freitag hatte der 32-Jährige seine Unterschrift unter einen bis Juni 2019 dotierten Zweijahresvertrag bei den Hessen gesetzt.

Zimmermann, der ablösefrei vom abgestürzten Zweitliga-Absteiger TSV 1860 München wechselt, spricht von einem großartigen Gefühl, wieder am Main zu sein. "Ich habe die vergangenen Jahre alles verfolgt. Die Eintracht ist mir nie aus dem Kopf und aus dem Herzen gegangen", betonte er. Zimmermann hatte am Riederwald alle Jugendmannschaften durchlaufen, später den Kasten der U23 gehütet und dabei auch dem Profikader der Frankfurter angehört.

2010 erfolgte die Trennung

Dass er nach sieben Jahren wieder das Trikot mit dem Adler auf der Brust überstreifen darf, erfülle ihn mit Stolz. Der Verein sei ihm ans Herz gewachsen. Bis 2010 hatte Zimmermann für die Frankfurter gespielt, dann musste gehen, weil sein Vertrag nicht verlängert wurde. Zimmermann sieht es pragmatisch: "Ich bin als Bub gegangen und komme als Mann wieder."

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2010 gab's auch für Jan Zimmermann (re.) Blumen zum Abschied. Bild © Imago

Nach seinem Abschied bei der Eintracht war der gebürtige Offenbacher zunächst einige Monate arbeitslos, ehe er zum SV Darmstadt 98 wechselte. Mit den Lilien schaffte er 2014 den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Trotzdem baute er seine Zelte am Böllenfalltor ab und heuerte beim Ligarivalen FC Heidenheim an. Im vergangenen Sommer ging er zu den Münchner Löwen, wo er in der Rückrunde nur auf der Bank saß.

"Ich gebe hundert Prozent"

Zimmermann sieht sich für seine neue Aufgabe bei der Eintracht gerüstet. "Ich habe mich aufgrund der verschiedenen Trainer weiterentwickelt." Auf bislang fünf Bundesliga-, 69 Zweitliga- und 114 Drittliga-Partien kann er zurückblicken. Dass noch weitere Auftritte im Oberhaus dazukommen, scheint erst mal ausgeschlossen. Denn "Zimbo" weiß, dass er die abgewanderte Nummer zwei, Heinz Lindner (Grashoppers Zürich), ersetzen soll.

Trotz der klaren Hierarchie freut sich Zimmermann besonders auf die Heimspiele in der kommenden Saison. "Die Atmosphäre im Waldstadion, die Fans - das ist einfach einzigartig. Deutschlandweit wird die Eintracht um ihre Fans beneidet", hob der 1,90 Meter große Torhüter hervor. Über die eigenen Stärken möchte er nur ungern Worte verlieren. Das überlasse er dem Trainer. "Ich kann nur eines versprechen, dass jemand im Tor steht, der hundert Prozent gibt, weil er sich hundert Prozent mit dem Verein identifiziert."

Wiedersehen mit Russ und Meier

Bei seiner Rückkehr wird es für Zimmermann auch ein Hallo mit alten Weggefährten geben. Mit Marco Russ spielte er damals schon in der Jugend zusammen. Alex Meier, mittlerweile selbst ein Urgestein am Main, kennt er auch noch aus vergangenen Eintracht-Tagen. Gerade auf das Wiedersehen mit Russ freue er sich besonders, "weil wir damals schon viel zusammenerlebt haben".

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