Kein Benefizspiel: KSV Hessen Kassel gegen Eintracht Frankfurt findet nicht statt.
Kein Benefizspiel: KSV Hessen Kassel gegen Eintracht Frankfurt findet nicht statt. Bild © Imago

Schlechte Nachrichten für den KSV Hessen Kassel: Das angedachte Benefizspiel gegen Eintracht Frankfurt findet nicht statt. Die Sicherheitsbedenken sind dem Bundesligisten zu groß.

In der Sommervorbereitung gibt es kein Benefizspiel zwischen dem in die Insolvenz abgerutschten Regionalligisten KSV Hessen Kassel und Eintracht Frankfurt. "Das Sicherheitsrisiko ist zu groß. Nach Rücksprache mit der Polizei haben wir deshalb entschieden, dieses Spiel nicht zu bestreiten", sagte Eintracht-Pressesprecherin Mirja Oppermann dem hr-sport und bestätigte damit eine Meldung der Onlineplattform lokalo24.

Die Fangruppen der beiden Traditionsclubs pflegen seit Jahren ein wenig freundliches Verhältnis. Auch bei den Begegnungen der inzwischen abgemeldeten Frankfurter U23 und dem KSV kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen.

Kassel verweist auf Polizei Nordhessen

KSV-Pressesprecherin Alexandra Berge zeigte sich auf Nachfrage enttäuscht und verwies auf die Polizei Nordhessen, die grünes Licht gegeben habe. "Das Benefizspiel wäre wie ein Risikospiel behandelt worden. Wir hätten den Sicherheitsdienst aufgestockt und die Begegnung zu einem früheren Zeitpunkt unter der Woche angesetzt."

Der ehemalige Präsident des Hessischen Fußballverbandes, Rolf Hocke, hatte bereits im Februar verkündet, dass das Spiel in der Sommervorbereitung stattfinden werde – offenbar voreilig. "Von unserer Seite aus gab es keine Zusage", erklärte Oppermann. Man habe von Beginn an gesagt, dass man noch Sicherheitsfragen prüfen müsse.

Einnahmen hätten dem KSV gut getan

Den KSV, der am Montag mit dem Training startet, trifft die Absage empfindlich. Die Einnahmen seien, so Berge, zwar nicht verplant gewesen. Bei Überlegungen habe es freilich eine Rolle gespielt.

Der Vereine hatte am Dienstag Insolvenz angemeldet, der Spielbetrieb ist allerdings gesichert. Es ist davon auszugehen, dass die Kasseler mit einem Minus von neun Zählern in die neue Spielzeit der Regionalliga Südwest starten.

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