Imago FFC Frankfurt Jubel
Der FFC Frankfurt steht erneut im Halbfinale der Champions League. Bild © Imago

Der 1. FFC Frankfurt hat das Halbfinale der Champions League erreicht. Dafür musste der Titelverteidiger am Mittwoch gegen den FC Rosengard allerdings mächtig Überstunden schieben. Im Elfmeterschießen avancierte Torfrau Anne-Kathrine Kremer zur Matchwinnerin.

Gunnarsdottir. Ausgerechnet den Elfmeter von Sara Bjork Gunnarsdottir wehrte FFC-Keeperin Kremer ab. Im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League gegen den FC Rosengard hatte die Isländerin die Gäste am Mittwoch überhaupt erst ins Elfmeterschießen gebracht. Gunnarsdottir erzielte das einzige Tor in der regulären Spielzeit (28.) und egalisierte damit den 1:0-Hinspielsieg des FFC Frankfurt. Doch im Elfmeterschießen revanchierte sich FFC-Torfrau Kremer, blockte den Schuss der Angreiferin und sorgte dafür, dass der Titelverteidiger dank eines 5:4-Erfolgs erneut im Halbfinale der Champions League steht.

Dort kommt es zum Duell mit dem VfL Wolfsburg, der gegen den italienischen Vizemeister SCF Brescia nach dem Hin- auch das Rückspiel mit 3:0 gewann. Gemessen am Spielverlauf hätte der FFC das deutsch-deutsche Semifinale gut und gerne schon etwas früher perfekt machen können.

Rosengard eiskalt

Bereits in der 1. Minute hatten die Frankfurterinnen die dicke Chance zur Führung. Nach einer Ecke ging Laura Störzel volles Risiko und knallt den Ball volley ans Lattenkreuz (1.). Ein Distanzschuss von Sophie Schmidt verfehlte sein Ziel etwas deutlicher (10.), Mandy Islacker versuchte es nach einer Flanke von rechts artistisch, verzog aber knapp (25.).

Die Gäste fanden mit der Zeit etwas besser ins Spiel – und gingen mit der ersten echten Möglichkeit etwas überraschend in Führung. Gunnarsdottir stand nach einer hohen Hereingabe mutterseelenallein im FFC-Strafraum und köpfte über Kremer hinweg ins Tor (28.). Und weil Rosengards Keeperin einen Schuss von Ana-Maria Crnogorcevics gerade noch entschärfte (43.), ging es für Frankfurt mit einem 0:1-Rückstand in die Pause.

Andonova und Laudehr verpassen Entscheidung

Auch nach dem Seitenwechsel ändert sich nichts an den Kräfteverhältnissen auf dem Platz. Der FFC war die bessere Mannschaft, kam aber einfach nicht zum Torerfolg.

Weitere Informationen

1. FFC Frankfurt - FC Rosengard 5:4 (0:1) n.E.

Tore: 0:1 Gunnarsdottir (28.)
Elfmeterschießen: 0:0 Gunnarsdottir verschießt, 1:0 Laudehr, 1:1 Andonova, 2:1 Störzel, 2:2 Marta, 3:2 Islacker, 3:3 Enganamouit, 4:3 Schmidt, 4:4 Berglund, 5:4 Prießen            

Frankfurt: Kremer - Hendrich, Prießen, Kuznik, Störzel - Grönen, Schmidt - Garefrekes, Crnogorcevic (102. Linden), Laudehr  - Islacker                   
Rosengard: Lundgren - Nilsson, Berglund, Asante - Schmidt, Gunnarsdottir – Marta, Riley - Masar, Enganamouit, Martens (78. Andonova)                         

Schiedsrichterin: Vitulano (Italien)
Zuschauer: 3.220    

Ende der weiteren Informationen

Sophie Schmidts Schuss fehlte der Pfeffer (67.), Crnogorcevic wurde im letzten Moment noch geblockt (83.). Und weil die Schwedinnen in der Offensive so gut wie überhaupt nicht mehr stattfanden, kam es, wie es kommen musste: Es ging in die Verlängerung.

Dort hatte Kerstin Garefrekes den Ausgleich früh auf dem Kopf, brachte nach einer Flanke in den Fünfmeterraum aber keinen Druck mehr hinter den Ball und vergab die dickste Möglichkeit seit langem (95.). Noch knapper machte es zehn Minuten später Rosengards Natasha Andonova, deren Kopfball Torfrau Kremer gerade noch an den Pfosten lenkte (105.). Den Abschluss von Laudehr in letzter Minute klärte die schwedische Defensive auf der Linie. Im Elfmeterschießen gaben sich die Frankfurterinnen keine Blöße. Während Gunnarsdottir in Kremer ihre Meisterin fand, verwandelten alle Frankfurterinnen souverän.

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