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Dzsenifer Marozsan sorgte mit ihrem späten Treffer für Jubel. Bild © Imago

Mit einem Treffer in letzter Minute hat Dzsenifer Marozsan dem 1. FFC Frankfurt am Sonntag drei Punkte gesichert. Dabei waren die Frankfurterinnen bei Turbine Potsdam zunächst in Rückstand geraten und lieferten sich mit den Gastgeberinnen dann einen packenden Schlagabtausch.

Der 1. FFC Frankfurt hat in der Frauenfußball-Bundesliga am Sonntag einen wichtigen Sieg eingefahren. Im Klassiker bei Turbine Potsdam setzte sich das Team von Trainer Matt Ross mit 4:3 (1:2) durch und zieht in der Tabelle damit am VfL Wolfsburg vorbei. Die Wolfsburgerinnen hatten Tabellenführer Bayern München bereits am Samstag einen Punkt im Spitzenspiel abgerungen. Dzsenifer Marozsan avancierte zur Matchwinnerin. Sie traf nicht nur zur zwischenzeitlichen Führung (61.), sondern sorgte mit ihrem Treffer in der Nachspielzeit auch für die Entscheidung (90.). "Wir haben immer nachgesetzt und an uns geglaubt", sagte Marozsan nach der Partie und freute sich über ihr entscheidendes Tor. "Das war ein Sonntagsschuss, aber ich bin einfach froh, dass wir auch mal glücklich gewonnen haben."

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Dzsenifer Marozsan dpa

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Auch Simone Laudehr (34.) und Laura Störzel trafen für den FFC. Laura Huth (7., 67.) und Patricia Hanebeck (55.) besorgten die Treffer für die Gastgeberinnen. "Im Endeffekt ist es sicher ein glücklicher Sieg", sagte FFC-Manager Siegfried Dietrich nach dem Spiel. "Aber letztendlich hat sich mit Dzsenifer Marozsan die Qualität durchgesetzt." Für die Frankfurterinnen seien es auch mit Blick auf die Tabelle drei wichtige Punkte. "Das konnte man aber nur mit Betablockern ertragen", scherzte er.

Frühe Führung für Potsdam

Dabei waren die Potsdamerinnen zunächst in Führung gegangen. Nach einer Flanke von Elise Kellon-Knight traf Ex-Frankfurterin Huth zum 1:0 aus Sicht der Gastgeberinnen (7.). Der FFC zeigte sich vom frühen Gegentreffer unbeeindruckt und drängte auf den Ausgleich. Aber auch die Gastgeberinnen spielten weiter munter nach vorne. Laudehr versuchte es schließlich einfach mal von der Strafraumgrenze und versenkte den Ball zum Ausgleich im langen Eck (34.). Noch vor dem Pausenpfiff nickte Störzel eine Ecke zum 2:1 ein (42.) – der FFC hatte die Partie gedreht.

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Siegfried Dietrich dpa

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Nach dem Seitenwechsel kamen dann aber die Potsdamerinnen mit mehr Zug zum Tor aus der Kabine. Zunächst setzte Huth den Ball noch aus kurzer Distanz knapp am Kasten von FFC-Keeperin Anke Preuß vorbei (52.), dann ließ Hanebeck der Torfrau keine Chance und traf zum 2:2 (55.). Doch auch die Gäste aus Frankfurt hatten noch nicht genug. Marozsan brachte den FFC erneut in Führung (61.).

Spannende Schlussphase

Beide Teams erarbeiteten sich nun Chance um Chance, lieferten sich ein umkämpftes Duell. Huth eroberte den Ball und traf zum 3:3 (68.). In der Schlussphase drängten beide Mannschaften auf den Sieg – mit dem glücklicheren Ende für den FFC. Marozsan erzielte in der Nachspielzeit aus 25 Metern den Siegtreffer und setzte damit den Schlusspunkt unter eine packende Partie.

Weitere Informationen

Turbine Potsdam - FFC Frankfurt 3:4 (1:2)

Potsdam: Heaberlin - Draws, Wesely, Meister, Siwinska - Hanebeck, Wälti, Schwalm, Kellond-Knight - Huth, Kulis 

Frankfurt: Preuß - Hendrich, Prießen, Kuznik, Störzel - Bartusiak, Laudehr (60. Groenen) - Garefrekes, Marozsan, Crnogorcevic - Islacker (76. Ogimi) 

Tore: 1:0 Huth (7.), 1:1 Laudehr (34.), 1:2 Störzel (42.), 2:2 Hanebeck (55.), 2:3 Marozsan (61.), 3:3 Huth (67.), 3:4 Marozsan (90.)

Gelbe Karten: Meister, Huth / Störzel 

Schiedsrichterin: Kurtes (Düsseldorf)
Zuschauer: 1.830

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