Marc Hornschuh
Marc Hornschuh hat es beim FC St. Pauli ziemlich gut erwischt. Bild © Imago

Stammplatz auf der Tribüne beim FSV Frankfurt, Dauerbrenner auf St. Pauli: Marc Hornschuh hat im laufenden Zweitliga-Jahr schon zwei Extreme miterlebt. Vor dem Wiedersehen spricht der 24-Jährige über sein Scheitern bei den Hessen.

Das nennt man wohl unglückliches Timing: Kurz nachdem Marc Hornschuh im vergangenen März Einigung mit den damaligen FSV-Verantwortlichen Benno Möhlmann (Trainer) und Uwe Stöver (Sportchef) über einen Wechsel nach Frankfurt erzielt hatte, war deren Zeit am Main vorbei. Neuer Trainer wurde mit Tomas Oral ein alter Bekannter von Hornschuh, unter dem der Rechtsverteidiger schon in Ingolstadt nicht zum Zug gekommen war.

Die Geschichte sollte sich wiederholen. "Er hat mir direkt am Anfang der Vorbereitung gesagt, dass ich in seinen Plänen keine Rolle spiele", blickt Hornschuh im Gespräch mit dem hr-sport auf sein Intermezzo in Bornheim zurück. Zunächst kämpfte der 24-Jährige um seine Chance, in den Kader schaffte es Hornschuh aber an keinem der fünf ersten Spieltage der laufenden Zweitliga-Saison. "Manchmal funkt es eben einfach nicht so zwischen Trainer und Spieler", sagt Hornschuh rückblickend. Aber böse? Nein, böse sei er Oral deswegen nicht.

Von null auf hundert nach dem Vereinswechsel

Warum auch? Für Hornschuh hätte es gar nicht besser laufen können. Unmittelbar nach dem 1:0-Erfolg des FSV gegen den FC St. Pauli Ende August "kam glücklicherweise der Anruf aus St. Pauli", so Hornschuh. "Dass es dann so schnell geklappt hat, war perfekt."

Apropos schnell. Eine Anlaufzeit beim neuen Arbeitgeber benötigte Hornschuh praktisch nicht. Direkt am nächsten Spieltag raste er beim 2:0-Sieg der Hamburger gegen Duisburg über 90 Minuten die Linie auf und ab. Seitdem gehört er zum Besten, was die 2. Liga auf rechts hinten zu bieten hat. In Frankfurt dürfte man das mit einem tränenden Auge verfolgen.

Wiedersehen am Millerntor

Am Freitag nun gibt es das Wiedersehen zwischen Hornschuh und seinem alten Trainer. Der FSV reist mit Abstiegssorgen zur Begegnung mit dem Bundesliga-Anwärter aus St. Pauli (18.30 Uhr). Auf das Duell Oral/Hornschuh will der Rechtsverteidiger die Partie aber keineswegs reduzieren. Aber natürlich sei es "irgendwie etwas anderes", gegen den ehemaligen Arbeitgeber aufzulaufen. Selbst wenn es nur ein paar gemeinsame Wochen unter einem unglücklichen Stern waren.

Das könnte Sie auch interessieren

Ticker

zum Ticker Aktuelles von Eintracht, SV98 & FSV

+++ Meier will die Großen ärgern +++ Sulu bekennt sich zum SV 98 +++ Ignjovski verabschiedet sich von Eintracht-Fans +++ Meier: "Wagner kann wechseln" +++ EM für Seferovic beendet +++ Fritsch kündigt Veränderungen an +++

Zum Seitenanfang