Shkodran Mustafi hat den Ball im Training der deutschen Nationalmannschaft fest im Blick.
Shkodran Mustafi hat den Ball im Training der deutschen Nationalmannschaft fest im Blick. Bild © picture-alliance/dpa

Mit 25 Jahren gehört Shkodran Mustafi zu den alten Hasen im Kader der deutschen Nationalmannschaft für den Confed-Cup. Auch hierarchisch steht der Bebraer im Team von Bundestrainer Löw ganz weit oben.

Manuel Neuer genießt seine Flitterwochen, Jerome Boateng schuftet im Kraftraum für sein Comeback, und Sami Khedira leckt seine Wunden nach dem verlorenen Champions-League-Finale: Während sich die strapazierten Führungsspieler in ihrer verdienten Sommerpause befinden, kristallisiert sich bei der deutschen Fußball-Nationalmannschaft für den Confed-Cup eine neue Hierarchie heraus. Julian Draxler, Shkodran Mustafi und Joshua Kimmich sollen das Perspektivteam des Weltmeisters anführen, Joachim Löw schaut dabei ganz genau hin.

"Nach diesen Wochen werden wir feststellen können, wer die Fähigkeit hat, Führungsaufgaben zu übernehmen", sagte der Bundestrainer vor dem Auftaktspiel am Montag (17 Uhr MESZ) in Sotschi gegen Australien. Draxler hat diese Fähigkeiten, auch wenn er mit seinem Kurz-Trip nach Ibiza kurz vor dem Start der Mini-WM für einigen Wirbel sorgte. Der 23-Jährige ist in Neuers Abwesenheit Löws Kapitän. 

Bierhoff: "Mustafi unglaublich reif"

Sein Vertreter ist der Bebraer Shkodran Mustafi, der durch seine internationale Erfahrung in Italien, Spanien und England gereift ist. Der Innenverteidiger spielte bei FA-Cupsieger FC Arsenal eine überzeugende Saison. "Er tut dieser jungen und unerfahrenen Mannschaft gut. Er ist taktisch gut geschult und kann Führungsaufgaben übernehmen", urteilte Löw über den kommunikativen 25-Jährigen, der mit Draxler und Matthias Ginter das Weltmeister-Trio im 21er-Kader bildet.

Weitere Informationen

Alles zum Confed-Cup

Weitere Informationen zum Confed Cup finden Sie bei sportschau.de.

Ende der weiteren Informationen

Gerade die Erlebnisse vom WM-Triumph vor drei Jahren in Rio sollen den neuen Führungskräften helfen. "Die Hierarchie ergibt sich durch die Spieler, die häufiger bei uns waren und schon ein Turnier gespielt haben. Jule oder Musti, die Weltmeister sind, haben einen besonderen Stellenwert, sie haben eine andere Persönlichkeit", sagte DFB-Teammanager Oliver Bierhoff und ergänzte: "Musti war schon immer unglaublich reif für sein Alter."

DFB will Spieler nicht überfordern

Ob Mustafi, Draxler und der Münchener Edelreservist Kimmich auch wirklich bereit sind, eine Mannschaft zu führen, wird sich im Verlauf des Confed Cups zeigen. Bei möglichen Rückschlägen müssen sie in schwierigen Situationen Verantwortung übernehmen. Spieler wie Jonas Hector (29 Länderspiele) und der alles andere als schüchtern auftretende Sandro Wagner könnten ebenfalls in diese Rolle hineinwachsen.

Zu großer Druck soll allerdings nicht ausgeübt werden. "Wir lassen den neuen Spielern erst einmal Platz, an ihre Leistung zu denken", sagte Bierhoff.

Sendung: hr-iNFO, 19.6.2017, 17 Uhr

Das könnte Sie auch interessieren