Marco Koch jubelt.
Marco Koch Bild © picture-alliance/dpa

2016 war ein Jahr voller Höhen und Tiefen für Brustschwimmer Marco Koch aus Darmstadt. Auf Krankheit und Schmerzen folgten besondere sportliche Erfahrungen, vor allem aber auch Erfolge. Ein Rückblick.

Am Ende war die Luft dann doch ein bisschen raus. "War anstrengend, gefühlt einer zu viel", beschrieb Marco Koch im hr-heimspiel! den Swimcup im schweizerischen Lausanne Mitte Dezember. Kein Wunder. Für den Schwimm-Star aus Darmstadt war es der 14. Wettkampf – wohlgemerkt seit den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro.

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Das Spektakel am Zuckerhut hätte für den 25-Jährigen eigentlich der Saison-, der Höhepunkt des Jahres 2016 werden sollen. Der Traum von einer olympischen Medaille, er war groß. Projekte wie "Marco Koch for Gold – mit Darmstadt im Rücken nach Rio" oder die "Road to Rio" des Hessischen Rundfunks unterstützten beziehungsweise begleiteten den Spezialisten über 200 Meter Brust bei seinem ehrgeizigen Vorhaben.

Probleme in der ersten Jahreshälfte

"Das Rennen an sich hat sich für mich super angefühlt", blickte Koch zurück. "Mehr war an dem Tag einfach nicht drin. Und ich denke mal: Platz sieben, weltweit, das ist jetzt auch nicht so schlecht." Die Ursachen dafür, dass es nicht für einen Podestplatz gereicht hat, liegen in der Zeit vor den Olympischen Spielen.

"Das Jahr hat sehr gut angefangen, aber dann hatte ich leider ziemlich viel Pech", beschrieb Koch sein 2016. "Ich hatte Pfeiffersches Drüsenfieber und ein paar Probleme mit der Schulter. In Rio habe ich trotzdem das Beste draus gemacht." Und mittlerweile muss man ja auch sagen: Olympia war eigentlich nur ein Vorgeschmack, ein Wendepunkt. So richtig rund ging es für den Darmstädter erst in der zweiten Jahreshälfte – auf der Kurzstrecke.

Erfolgshungrig nach der Diät

Sieg beim Weltcup in Tokio, Doppel-Gold bei der WM in Kanada, Weltrekord bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin. All das nach einer Diät, all das nach einem Verlust von knapp zehn Kilogramm Körpergewicht. Hat Koch also rund um die Sommerspiele zu viel auf die Waage gebracht? Nein, sagt er – und argumentiert mit den zahlreichen Wettkämpfen, die anschließend folgten.

"Zwei Wochen nach Rio habe ich noch einmal sechs Kilo mehr gewogen. Das muss man alles mal ein bisschen in Relation setzen." Koch selbst wird an diese kritischen Stimmen nicht mehr denken. Auch nicht im Trainingslager auf Teneriffa, wo er den Jahreswechsel verbringt und sich auf die kommende Saison vorbereitet. Damit ihm im besten Fall am Ende nicht die Luft ausgeht.

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