Imago Degenkolb
Will bald wieder den Rennhelm tragen: Radprofi John Degenkolb Bild © Imago

Nach seinem schweren Trainingsunfall im Januar hat sich Radprofi John Degenkolb zurückgekämpft. Am Mittwoch will der Frankfurter wieder ins Training einsteigen. Das Rennen am 1. Mai kommt für ihn aber wohl dennoch zu früh.

Videobeitrag

Video

zum Video Degenkolb: "Verletzungen waren enorm schwer"

Ende des Videobeitrags

Radprofi John Degenkolb hat sich am Dienstag erstmals nach seinem schweren Trainingsunfall öffentlich geäußert. Seinen verletzten Finger trug der Frankfurter dabei noch in einer Schiene, in den Sattel will er dennoch bald zurückkehren. "Seit gestern habe ich das Okay, wieder trainieren zu können. Wenn alles normal läuft, werde ich in acht bis zehn Wochen wieder Rennen fahren", sagte Degenkolb in Oberursel. Damit dürfte ein Start beim Rennen "Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt" am 1. Mai ausgeschlossen sein.

"Die Verletzung war schwerwiegend und hat vieles in Frage gestellt", sagte Degenkolb, der am Mittwoch wieder mit leichtem Training beginnen will. Der schwere Unfall hat beim 27-Jährigen Spuren hinterlassen. "Ich habe eine andere Perspektive auf das Leben und die Familie", gestand er. Die Geschehnisse selbst habe er aber gut verarbeitet. "Weil ich viel darüber gesprochen habe - mich plagen keine Alpträume", so Degenkolb. Dabei wäre das nach dem Horror-Unfall alles andere als überraschend gewesen.

Frühjahr ohne Klassiker

Im Wintertrainingslager im spanischen Calpe war eine Britin mit ihrem Van in eine Trainingsgruppe des Teams Giant-Alpecin gerast. Sechs Rennfahrer wurden dabei zum Teil schwer verletzt. Degenkolb erlitt einen Unterarmbruch und hätte fast die Kuppe eines Zeigefingers verloren. In Valencia und Hamburg musste er sich gleich mehreren Operationen unterziehen. Um den Finger wieder zu stabilisieren, war ihm Knochensubstanz aus der Hüfte entnommen worden. "Ob er wieder voll funktionsfähig wird, steht noch nicht fest", erklärte Degenkolb mit Blick auf den Finger.

Noch im vergangenen Jahr hatte der Frankfurter die Rennen Mailand-Sanremo und Paris-Roubaix gewonnen. Die Frühjahrs-Klassiker müssen in diesem Jahr nun ohne ihn stattfinden. "Die Klassiker sind abgehakt. Jetzt konzentriere ich mich auf mein zweites großes Saisonziel: die Tour. Aber ich gebe keine Prognosen ab", sagte Degenkolb.

@johndegenkolb : "Die Verletzung war schwerwiegend & hat vieles in Frage gestellt. Morgen will ich Training starten."

Das könnte Sie auch interessieren

Zum Seitenanfang