Jan Frodeno und Sebastian Kienle stoßen an
Jan Frodeno (re.) drückt seinem Kumpel Sebastian Kienle die Daumen. Bild © Imago

Weltmeister Jan Frodeno hat für den Ironman in Frankfurt einen klaren Favoriten: seinen Kumpel Sebastian Kienle. Im Oktober auf Hawaii sind die beiden Freunde dann wieder ärgste Rivalen.

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Es schien fast so, als hätte Jan Frodeno auf diese eine Frage nur gewartet. Natürlich wusste er, dass das Gespräch sich ziemlich sicher irgendwann auch um den Ironman in Frankfurt drehen würde und natürlich war ihm ebenso klar, dass man von ihm, dem Superstar der Szene, einen Tipp würde haben wollen.

Also lobte Frodeno artig die starke Besetzung des Rennens am Sonntag, erzählte von den Verletzungen des Mitfavoriten Patrick Lange, um dann zum eigentlichen Thema zu kommen: seinem Kumpel Sebastian Kienle. „Sebi, hau rein. Dir gönn ich’s am meisten“, sagte Frodeno in die hr-Kamera und ergänzte: "Meine Daumen sind immer für ihn gedrückt – wenn ich selbst nicht am Start bin."

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Das gemeinsame Essen fällt aus

Nun muss man wissen, dass Frodeno und Kienle nicht nur die schärfsten Rivalen, sondern auch die besten Freunde sind. Treten beide gemeinsam bei einem Rennen an, muss der Gewinner den Verlierer zu einem feinen Essen einladen. Ein fester Brauch. In diesem Sommer aber, kreuzen sich ihre Wege nicht. Frodeno hat seine Langdistanz schon vor einer Woche mit einem Sieg beim Ironman in Klagenfurt ziemlich erfolgreich absolviert, Kienle will nun in Frankfurt nachlegen.

Frodeno ist fest überzeugt, dass ihm das auch gelingt: "Er hat eine starke Frühsaison gehabt, hat starke Rennen gemacht. Ich glaube, er wird sich hier durchsetzen."

Frodeno entscheidet sich gegen Frankfurt

Frodeno selbst hat diesmal einen anderen Saisonaufbau gewählt. Etwas zurückhaltender, etwas später in Form kommen, um dann beim Höhepunkt, der Weltmeisterschaft auf Hawaii, ans absolute Limit gehen zu können. "Ich hatte in der Vergangenheit oft das Gefühl, auf Hawaii schon ein bisschen müde zu sein", erzählt Frodeno.

Deshalb sei seine aktuelle Form schon ganz okay, aber auch absichtlich noch nicht richtig gut. Es geht um das perfekte Timing für die Titelverteidigung. Da habe Klagenfurt, eine Woche vor Frankfurt, besser in die Planung gepasst. Frodeno gewann dort, obwohl er geschwächt an den Start ging. Sein Sohn hatte einen Virus aus dem Kindergarten angeschleppt – "das hat mich richtig dahingerafft." Und trotzdem reichte es.

Showdown auf Hawaii

Das Rennen am Sonntag in Frankfurt wird Frodeno aus der Ferne natürlich verfolgen, er will ja die Daumen drücken für Kumpel Kienle. Sollte der gewinnen, hieße es im Oktober auf Hawaii wieder Frodeno gegen Kienle, Welt- gegen Europameister. Nur mit dem Daumendrücken ist es dann vorbei.

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