Patrick Lange auf der Laufstrecke
Patrick Lange Bild © Imago

Gute Nachricht für alle hessischen Triathlon-Fans: Trotz Fußverletzung und Trainingsrückstand will Patrick Lange beim Ironman Frankfurt starten. Der Lokalmatador hofft auf den Heimvorteil.

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Nur gucken, nicht mitmachen: Beim Ironman 70.3 Kraichgau, den Langdistanz-Europameister Sebastian Kienle am vergangenen Sonntag mit großem Abstand gewinnt, ist Patrick Lange zum Zuschauen verdammt. Eine langwierige Fußverletzung zwingt den gebürtigen Bad Wildunger, der für den DSW 1912 Darmstadt unterwegs ist, zu einem behutsamen Trainingsaufbau. Im Gespräch mit dem hr-sport dämpft der Shootingstar deshalb die Erwartungen für den Ironman Frankfurt.

Das sagt Patrick Lange über …

… seinen Gesundheitszustand: Der Fuß macht die Wettkampfbelastung noch nicht mit. Deshalb habe ich mich gegen einen Start im Kraichgau entschieden – schweren Herzens. Aber die Jungs auf der Strecke zu sehen, das hat mich extrem motiviert. Obwohl ich nicht selbst im Rennen war, habe ich mir den Kick geholt.

… die Einschränkungen durch die Verletzung: Schwimmen und Radfahren konnte ich, in den Bereichen bin ich echt zufrieden und voll im Soll. Die drei Monate 'Laufausfall' kann man aber nicht wegdiskutieren. Mir wird es schwerfallen, das zu kompensieren. Seit zwei, drei Wochen funktioniert das Lauftraining wieder schmerzfrei.

… seine Vorbereitung auf den Ironman Frankfurt: So gut es geht versuche ich, normal zu trainieren. Außerdem will ich mir die Strecke noch einmal genau anschauen. Als Darmstädter möchte ich meinen Heimvorteil nutzen. In den vergangenen drei Wochen bin ich regelmäßig im Langener Waldsee geschwommen.

… das Besondere am Frankfurter Rennen: Das Herausstechende ist natürlich der Lauf: ein Vorbild für alle anderen Ironman-Rennen, weil man rund um die Strecke Zuschauer hat. Ich stelle mir das sehr motivierend vor, da in Führung liegend vorbeirennen zu können. Dann wird man am meisten angefeuert.

… den Zieleinlauf in Frankfurt: Auf dem Römer – mit den Tribünen rechts und links – das ist schon der Wahnsinn. Mir ist es bis jetzt verwehrt geblieben, ich war noch nicht dabei. Finishen ist daher für mich das oberste Ziel. Darauf freue ich mich am meisten.

… Top-Favorit Kienle: Er hat eine bestechende Form. So wie es aussieht, hat er auch noch ein bisschen Gewicht verloren. Ich denke aber, dass Andi Böcherer auch ein Kandidat ist, den man auf der Rechnung haben muss. Für mich ist meine Person leider mit einem großen Fragezeichen versehen. Ich will, solange es geht, mitspielen. Wie lange das am Ende des Tages sein wird, werden wir erst am 9. Juli sehen. Aber: Es steht nicht in Frage, dass ich an den Start gehe.

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