Patrick Lange
Patrick Lange Bild © picture-alliance/dpa

Triathlet Patrick Lange hat den Ironman Frankfurt weiter fest im Blick. Nach einer monatelangen Fußverletzung setzte der Nordhesse am Wochenende ein läuferisches Ausrufezeichen.

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Bei seinem Sieg beim Stadttriathlon Erding über die olympische Distanz absolvierte Lange die zehn Kilometer lange Laufstrecke am Sonntag in der bemerkenswerten Zeit von 33:04 Minuten. Insgesamt stoppte die Uhr des gebürtigen Bad Wildungers nach 1:52:54,4 Stunden. Vor der Laufstrecke hatten 1,5 Kilometer Schwimmen und 40 Kilometer Radfahren auf dem Programm gestanden.

"33 Minuten läuft man nicht einfach so aus der Hüfte. Aber er kann das", sagte Langes Manager Jan Sibbersen am Montag im Gespräch mit dem hr-sport. Der Ex-Profi war in Erding ebenfalls an den Start gegangen. Mit einem Rückstand von knapp zehn Minuten auf Lange landete er auf Gesamtrang drei. Sein Schützling sei mit "angezogener Handbremse" gelaufen. "Da geht schon noch ein bisschen mehr", so Sibbersen.

Knochenmarködem im Fuß

Vor knapp vier Monaten war bei Lange ein Knochenmarködem diagnostiziert worden. Eine Fußverletzung, die sein Lauftraining und seine Wettkampfplanung massiv beeinflussten. Drei Wochen vor der Ironman-Langdistanz-Europameisterschaft am 9. Juli in Frankfurt stehe Lange laut Sibbersen nun bei 90 Prozent: "Er ist auf dem aufsteigenden Ast. Seine Gedanken sind bei Frankfurt. Nach der Fußverletzung hat es ihm viel Selbstvertrauen gegeben, dass er die zehn Kilometer schmerzfrei laufen konnte."

Allerdings: Ein Ironman ist eine ganz andere Hausnummer als eine olympische Distanz, die Laufstrecke ist als Marathon mehr als vier Mal so lang. Eine Wahnsinns-Leistung, wie Lange sie bei der Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr auf Hawaii gezeigt hatte, ist nicht zu erwarten.

Fast 500 Kilometer auf dem Rad – in einer Woche

Sein Heimspiel in Frankfurt möchte der für den DSW 1912 Darmstadt startende Athlet dennoch nicht verpassen. "Zum jetzigen Zeitpunkt würde ich einen Start zu 97 bis 99 Prozent sicher einschätzen", sagte Sibbersen. "Er wird jeden Tag ein Stückchen fitter. Ich gehe fest davon aus, dass er wettbewerbsfähig sein wird."

Bis zum Ironman Frankfurt hat Lange aber noch ein gewisses Trainingspensum vor sich: einen längeren Lauf über 25 bis 30 Kilometer und alleine in dieser Woche 400 bis 500 Kilometer auf dem Rad. Koordiniert wird die Trainingsarbeit von seinem Coach Faris Al-Sultan.

"Super effizient und ökonomisch"

Und wenn es auf der Laufstrecke dann so richtig anstrengend wird, sollte sich Lange auf sein Geheimrezept verlassen, das Manager Sibbersen so beschreibt: "Sein Laufstil ist super effizient und ökonomisch. Seine Spritzigkeit kann er über einen sehr guten Fettstoffwechsel über einen langen Zeitraum aufrecht erhalten. Das ist das Geheimnis."

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