John Degenkolb
John Degenkolb Bild © picture-alliance/dpa

Der Frankfurter Radprofi John Degenkolb ist nach dem Frontalzusammenstoß mit einem Auto auf dem Weg der Besserung. Bereits in der Nacht auf Sonntag wurde der 27-Jährige mehrfach genäht. In einer Operation am Sonntag wurde Degenkolbs linker Zeigefinger gerettet.

Der Frankfurter Radprofi John Degenkolb und sein Kollege Max Walscheid (Neuwied) vom Team Giant-Alpecin sind beim schweren Verkehrsunfall in Spanien verhältnismäßig glimpflich davon gekommen. "Es geht mir den Umständen entsprechend gut", schrieb Degenkolb bereits am Samstag auf seiner Facebook-Seite. Ein Auto war in der Nähe von Calpe frontal in die Trainingsgruppe hineingefahren.

Über Valencia nach Hamburg

Audiobeitrag
John Degenkolb

Sie können das Audio zur privaten Nutzung hier herunterladen oder im Systemplayer öffnen.

Audio

zum Audio John Degenkolb erfolgreich operiert

Ende des Audiobeitrags

"Vorhin wurden unter Vollnarkose die Wunden an Oberschenkel, Unterarm und Lippe genäht. Jetzt bin ich im Krankenwagen unterwegs nach Valencia, wo in einem größeren Krankenhaus mein linker Zeigefinger wiederhergestellt werden soll. Er hing nur noch am letzten Zipfel an meiner Hand." An den Unfall könne er sich kaum erinnern, so der 27-Jährige.

Laut Degenkolbs Manager verlief auch die Finger-OP am Sonntag erfolgreich. Der Frankfurter sei in Valencia zudem am Unterarm operiert worden, den er sich bei dem Unfall gebrochen hatte. Er soll nun so schnell wie möglich in ein Krankenhaus nach Hamburg geflogen werden.

Brüche, Schnittverletzungen und Blutergüsse

Giant-Alpecin veröffentlichte in der Nacht auf Sonntag eine Liste mit den Verletzungen der Profis. Walscheid erlitt einen Hand- und Schienbeinbruch und wird sich wohl ebenfalls einer Operation unterziehen müssen. Warren Barguil (Frankreich) erlitt einen Kahnbeinbruch, Chad Haga (USA) wurde wegen Verletzungen an Hals und Kinn operiert, ein Augenhöhlenbruch soll später versorgt werden. Fredrik Ludvigsson (Schweden) und Ramon Sinkeldam (Niederlande) zogen sich Schnittverletzungen und Blutergüsse am ganzen Körper zu.

"Es war ein sehr harter Tag, die Fahrer werden Zeit zur Erholung brauchen", sagte Teamchef Iwan Spekenbrink: "Wir stehen alle zusammen und werden stärker aus dieser Sache herauskommen. Wir alle in diesem Rennstall sind Brüder und Schwestern."

Das könnte Sie auch interessieren

zum Artikel Radsport Tony Martin holt sechsten Zeitfahr-Titel

Eschborn: Tony Martin - wer sonst. Der 31-Jährige holte in Streufdorf in Thüringen seinen sechsten deutschen Meistertitel im Zeitfahren. Bei der in acht Tagen beginnenden Tour de France hat er besonders das erste Zeitfahren auf der 13. Etappe im Visier.

Zum Seitenanfang