Al-Wazir bei Demo am Flughafen
Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) bei einer Anti-Fluglärm-Demo im Terminal 1 im Mai 2014. Zum Spatenstich für ein neues Terminal kommt er nicht. Bild © picture-alliance/dpa (Archiv)

Der Spatenstich für das umstrittene neue Terminal am Frankfurter Flughafen findet am 5. Oktober statt. Das bestätigte die Betreibergesellschaft Fraport am Mittwoch. Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) wird dem Festakt fernbleiben.

Die Fraport bleibt im Zeitplan: Vor einem Monat hatte der Flughafenbetreiber den Baubeginn für das dritte Terminal in Frankfurt für Oktober angekündigt, nun steht das genaue Datum fest. Ab dem 5. Oktober rollen am größten Drehkreuz Deutschlands die Bagger. Das bestätigte ein Fraport-Sprecher am Mittwoch hessenschau.de. Die Kosten für das Terminal 3 belaufen sich auf rund 2,5 Milliarden Euro.

Computer-Grafik des Terminal 3
Eine Computer-Grafik zeigt den Check-In des Terminal 3 Bild © picture-alliance/dpa

Nach dem im April vorgelegten Zeitplan soll der Tiefbau bis zum dritten Quartal 2016 abgeschlossen sein, ab dem vierten Quartal geht es oberirdisch weiter. Fraport will das neue Gebäude an Deutschlands größtem Flughafen 2022 in Betrieb nehmen. Es soll zunächst eine Kapazität von 14 Millionen Passagieren im Jahr haben - so viel wie der gesamte Flughafen Hamburg.

Ministerium: Terminkollision bei Al-Wazir

Kritiker befürchten, dass größere Kapazitäten des Airports zu mehr Verkehr und damit zu mehr Lärm führen werden. Außerdem bezweifeln sie die Notwendigkeit eines weiteren Terminals. Fraport begründet den Bau mit Kapazitätsengpässen an den bestehenden Abfertigungsgebäuden und der erwarteten Zunahme des Luftverkehrs. So sei 2020 die Kapazität der beiden vorhandenen Terminals ausgeschöpft.

Zu den Kritikern des Flughafenausbaus gehört auch Tarek Al-Wazir (Grüne), der noch als Verkehrsminister Alternativen favorisiert hatte. Am Spatenstich wird er nicht teilnehmen, wie ein Ministeriumssprecher auf Nachfrage von hessenschau.de sagte. Al-Wazir habe einen wichtigen Termin im Bundesverkehrsministerium, der bereits im Vorfeld festgestanden habe.

Zuletzt hatte sich Al-Wazir mit Hinweis auf anderweitige Termine entschuldigen lassen, als die Lufthansa im Juli den Spatenstich eines 60-Millionen-Euro-Werks am Frankfurter Osthafen feierte.

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