Lufthansa-Flugzeug in der Luft - auf einer Anzeigentafel "Ja zu FRA"
Zwischen Fraport und Lufthansa gibt es erheblichen Redebedarf. Bild © picture-alliance/dpa

Offenbar erfolgreiches Spitzentreffen: Im Streit zwischen Flughafenbetreiber Fraport und Lufthansa haben sich beide Seiten angenähert.

Reinigendes Sonntagsgespräch mit ministerialem Beistand: "Wir haben uns in wichtigen Punkten angenähert. Aber es gibt noch keine Lösung oder konkrete Ergebnisse", sagte ein Lufthansa-Sprecher am Montag - am Sonntag hatten sich Lufthansa-Chef Carsten Spohr und Fraport-Chef Stefan Schulte mit Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) getroffen. Bouffier hatte zu dem Spitzentreffen eingeladen.

Arbeitsgruppe Fraport - Lufthansa

Laut Ministerpräsident wollen beide Unternehmen ihre Zusammenarbeit ausbauen. Geplant seien gemeinsame Projekte und verbesserte Prozesse am Flughafen. Fraport und Lufthansa wollten in einer Arbeitsgruppe das weitere Vorgehen abstimmen - "und zwar in einem überschaubaren Zeitraum", sagte Bouffier.

Inwieweit es auch eine Annäherung bei dem umstrittenen Rabatt-Modell für neue Flugstrecken gab, blieb offen. Der Lufthansa zufolge wurden bereits weitere Gesprächstermine vereinbart.

Der Flughafenbetreiber Fraport und die Lufthansa liegen seit einiger Zeit im Clinch. Grund dafür sind Rabatte für den Billigflieger Ryanair. Die Lufthansa ist darüber verärgert und erwägt nun, im kommenden Jahr auch ihre Billigmarke Eurowings in Frankfurt antreten zu lassen. Zudem könnte man künftig verstärkt auch auf das Drehkreuz München setzen.

Sendung: hessenschau, 24.04.2017, 19:30 Uhr

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