Spatenstich für den Umbau des Kaiserlei-Kreisels - Offenbachs OB Horst Schneider (SPD) und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne)
Spatenstich für den Umbau des Kaiserlei-Kreisels - Offenbachs OB Horst Schneider (SPD) und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) Bild © picture-alliance/dpa

Nach quälend langer Planungsphase hat mit dem Spatenstich der Umbau des Verkehrsknotens Kaiserlei zwischen Frankfurt und Offenbach begonnen. Für zehntausende Autofahrer täglich wird das Großprojekt zur Geduldsprobe.

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Das Geld ist endlich da, die Baufirma ist beauftragt, die Bagger stehen bereit: Der Umbau des Kaiserlei-Kreisels zwischen Offenbach und Frankfurt kann losgehen. Mehrere Kreuzungen werden die Verkehrsdrehscheibe ersetzen, damit Autofahrer von Ende 2019 an ohne Staus und mit weniger Unfällen vorangekommen.

Das auf drei Jahre angelegte Vorhaben gehört zu den größten Straßenbauprojekten in Hessen. Am Montag erfolgte der Spatenstich für den mit über 37 Millionen Euro veranschlagten Kreisel-Rückbau. "Durch den Umbau wird die Verkehrsführung leistungsfähiger und sicherer als heute", betonte Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) am Montag. Der Kreisel sei den Anforderungen nicht mehr gewachsen.

Fahrspuren zeitweise gesperrt

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Blick auf die neue Verkehrsführung anstelle des Kaiserlei-Kreisels

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Parallel zum Bau der Kreuzungen werden die Zu- und Abfahrten der Autobahn 661 erneuert, die Darmstadt mit dem Taunus verbindet. Diese sind nach Angaben der Planer bereits mit Blick auf einen möglichen Autobahnausbau konzipiert. Außerdem entstehen bessere Wege für Fußgänger und Radfahrer.

Autofahrer müssen sich vom ersten Tag der Bauarbeiten an auf Umleitungen und Verzögerungen einstellen. Zum Auftakt werden nach Angaben der Stadt Offenbach Fahrspuren zeitweise gesperrt. Später sollen ganze Straßenzüge folgen. Der Radweg entlang des Mainufers bleibt jedoch befahrbar.

Knotenpunkt und Sportzentrum

Den größten Teil der Baukosten übernimmt mit 15 Millionen Euro das Land Hessen. Der Bund steuert fast 9 Millionen Euro bei. Die Stadt Frankfurt beteiligt sich ebenfalls. Sie hatte mit Offenbach lange um den Umbau gerungen.

Ein aktuelles Bild des Kaislerleis und eine Visualisierung, wie es künftig dort aussehen soll.
Aus alt (links) mach neu (rechts) am Kaiserlei. Nun starten endlich die Umbauarbeiten. Bild © picture-alliance/dpa, Stadt Offenbach

Beide Kommunen planen das gemeinsame Kaiserlei-Areal als Gewerbestandort weiterzuentwickeln. Frankfurt will dort auch auf Offenbacher Gemarkung eine Multifunktionsarena mit etwa 13.000 Plätzen bauen lassen. Ohne die Umgestaltung des Kreisels wäre der zu erwartende Verkehr nicht zu bewältigen.

66.000 Autos am Tag

Weitere Informationen

Infos im Internet

Unter der Internet-Adresse kaiserlei-umbau.de stehen weitere Informationen und Grafiken zum Umbau zur Verfügung.

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Schon jetzt passieren täglich 66.000 Autos das Nadelöhr. Bei der Eröffnung vor mehr als 50 Jahren war der Verkehrsknoten auf nur wenige tausend Fahrzeuge pro Tag ausgelegt. Offenbach blockierte die Frankfurter Hallenpläne lange - die arme Stadt will auf der Fläche lieber Steuer bringendes Gewerbe ansiedeln. Erst im Januar näherten sich die Kommunen in der Streitfrage an. 

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Der Umbau des Kaiserlei-Kreisels hatte sich mehrfach verzögert. Zuletzt gab es Probleme wegen unterirdischer Sandablagerungen. Außerdem mussten für die Erschließung viele kleinere Grundstücksflächen zwischen Frankfurt und Offenbach umgelegt werden.  

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Berichts befand sich ein Zahlendreher. Nicht der Bund übernimmt den größten Teil der Kosten (15 Mio. Euro), sondern das Land Hessen. Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen.

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