Machbarkeitsstudie zu Radschnellweg
Die Strecke des geplanten Radschnellwegs zwischen Darmstadt und Frankfurt Bild © Colourbox.de, hessenschau.de

Mindestens Tempo 20, gut ausgebaute Wege, kaum Autos- oder Fußgänger: 8,4 Millonen Euro soll Hessens erster Radschnellweg für Berufspendler kosten. Noch allerdings sind ein paar Fragen zur Strecke zwischen Frankfurt und Darmstadt offen.

Der Regionalverband FrankfurtRheinMain und sieben Gemeinden haben am Donnerstag eine Machbarkeitsstudie zu der geplanten Trasse für Rad-Pendler und E-Bikes vorgestellt.  Der rund 30 Kilometer lange Schnellweg könne demnach zukünftig von Frankfurt-Sachsenhausen hinaus über freies Feld und weiter durch Neu-Isenburg, Dreieich und Langen führen. Nach Langen soll die Route dann über Egelsbach und Erzhausen sowie den Darmstädter Stadtteil Wixhausen laufen, Ende ist in der Darmstädter Innenstadt (den detaillierten Streckenverlauf gibt es hier als pdf-Download).

Potenzielle Nutzer gebe es genügend, hat die 56.000 Euro teure Studie herausgefunden. Auch sei die Trassenführung auf der geplanten Route ohne größere Probleme umzusetzen. Dazu müssten vor allem vorhandene Wege ausgebaut werden, Neubauten blieben die Ausnahme. Bei rund 70 Prozent aller Kreuzungen hätten Radpendler oder E-Bike-Fahrer dann Vorfahrt.

Ausbau statt Neubau

Zitat
„Nicht nur Frankfurt ist die Stadt der kurzen Wege, sondern auch viele Wege in die Region sind kurz genug, dass sie sich exzellent für schnelle Radpendler eignen.“ Zitat von Stadtrat Stefan Majer (Grüne), Frankfurt
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Eine mögliche Alternativroute würde Neu-Isenburg und Langen direkter entlang der Bahntrasse miteinander verbinden und Dreieich lediglich im Westen tangieren. Diese käme aber nur ins Spiel, wenn Diskussionen mit den Bürgerinnen und Bürger dies erbringen würden, erklärte die Erste Beigeordnete des Regionalverbandes, Birgit Simon (Grüne).

Erst in zehn Jahren durchgängig befahrbar

Bis der Weg durchgängig befahrbar ist, könnten freilich bis zu zehn Jahre vergehen. Noch ist ungeklärt, wer die Trägerschaft übernehmen und das 8,4 Millionen teure Bauwerk finanzieren soll. Fördergelder sollen nach Wunsch des Regionalverbandes auch vom Land kommen. Der Ausbau könnte dann schrittweise erfolgen.

Auch andere hessische Kommunen haben ihr Interesse an einem Radschnellweg bekundet, für die Strecke Frankfurt – Hanau gibt es bereits konkrete Vorüberlegungen.

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