Ein länglicher, roter Korb aus Metallschwebt etwas über dem Boden und wird von drumherum stehenden Männern mit Helmen festgehalten und/oder begutachtet.
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Kultur Lebensrettende Gondel wird an Bergbaumuseum übergeben

In unserem Ticker informieren wir Sie über aktuelle Themen aus der Kulturszene in Hessen.

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  • Noch ein Film über die Knef? Dieser lohnt sich!

    Filme über Hildegard Knef gibt es viele. Regisseurin Luzia Schmid geht also ein Wagnis ein, wenn sie mit "Ich will alles" ihre Sicht auf Hildegard Knef vorlegt. Die Protagonistin wäre in diesem Jahr 100 geworden, sie ist seit fast einem Vierteljahrhundert tot, eine Frau, die über 50 Jahre deutsche Geschichte hautnah mitbekommen hat, mit allen Risiken und vor allem Nebenwirkungen. Hildegard Knef hat aber auch viele von uns hautnah mit ihren Filmen, Romanen und vor allem Chansons berührt.

    hr-Redakteurin Daniella Baumeister hat Hildegard Knef immer gemocht; der Film "Ich will alles" wird ihr gerecht.

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  • "Flower Power" im UNESCO Weltnaturerbe Grube Messel

    Im Museum am UNESCO Weltnaturerbe Grube Messel ist ab 4. April die Ausstellung "FLOWER-POWER! Insekten im Blütenrausch" zu sehen. Die Jubiläumsausstellung zum 30. Jahrestag der Grube Messel lädt dazu ein, die Welt der Insekten und Pflanzen zu entdecken. Sie beleuchtet dabei ihre Beziehung zueinander – eine Verbindung, die schon seit mindestens 350 Millionen Jahren besteht.

    Diese beiden Fossiliengruppen aus Messel, die sonst wegen ihrer Größe schnell übersehen werden, helfen dabei die Geheimnisse der weltweit einzigartigen Fossillagerstätte aus dem Eozän zu lüften: Wieso glänzen einige Käfer nach so vielen Millionen Jahren immer noch so prächtig? Welche Geschichten können uns Blütenpollen erzählen und was hat ein Nasenhaar damit zu tun? Hier werden Besucher zu Forschenden und können herausfinden, wer von welchen Blüten naschte und sonstwo seinen Hunger stillte.

    Die Ausstellung ist bis 1. Februar 2026 zu sehen. Sie kann eigenständig oder im Rahmen einer Führung besuchen. Termine für öffentliche Führungen durch die Sonderausstellung sind am 16. Mai, 20. Juni, 18. Juli, 15. August, 19. September und 17. Oktober jeweils um 13:30 Uhr. Anmeldung entweder online oder telefonisch unter 06159-717590.

    Plakat "Flower Power" in der Grube Messel
    Bild © Gestaltung: Nikolas Brückmann
  • Erste Nacht der Bibliotheken: Hessen ist mit über 250 Events dabei

    Unter dem Motto "Wissen. Teilen. Entdecken" findet am 4. April die erste bundesweite Nacht der Bibliotheken statt. Auch viele öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken in Hessen beteiligen sich an der Aktion. Auf dem Programm stehen über 250 Events, darunter Autor:innenlesungen, Infoveranstaltungen zu Künstlicher Intelligenz, Science-Slams, Workshops zum Umgang mit Fake News, Yoga in der Bibliothek, Bücherflohmärkte, Spiele- und Quizzabende für Familien, literarische Stadtspaziergänge, Bobbycar-Kino für Kinder.

    Einige Veranstaltungen beginnen bereits am Vormittag, wie etwa das "Book Blind Date" in der Limburger Dombibliothek und der "Freitag der aufgeschobenen Hausarbeiten" in der Bibliothek der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt. Zur "langen Brettspielnacht" bleibt die Stadtbücherei Dreieich sogar bis Mitternacht geöffnet. Welche hessischen Bibliotheken mitmachen was von Kassel bis Darmstadt alles auf dem Programm steht, findet sich in diesem Überblick. Die Teilnahme ist in der Regel kostenlos, eine Voranmeldung ist nicht notwendig.

    Die erste Nacht der Bibliotheken ist eine Initiative des Deutschen Bibliotheksverbandes und seiner 16 Landesverbände. Mit der Aktion, die alle zwei Jahre stattfinden wird, soll bundesweit die Aufmerksamkeit auf die vielfältigen Angebote und Services von Bibliotheken gerichtet und alle Bürger:innen eingeladen werden, ihre Bibliotheken vor Ort neu zu entdecken.

    Lesende mit Taschenlampen
    Lesende mit Taschenlampen. Bild © dbv/Mark Bollhorst
  • Lebensrettende Gondel wird an Bergbaumuseum übergeben

    Am Donnerstag erhält das Hessische Braunkohle Bergbaumuseum in Borken (Schwalm-Eder-Kreis) ein neues Exponat, das für das "Wunder von Stolzenbach" steht: Die Rettungsgondel, mit der 1988 nach der Grubenexplosion im Borkener Ortsteil Stolzenbach noch sechs Bergleute lebend aus den Tiefen des zerstörten Bergwerks geborgen werden konnten. Die Rettungsgondel wurde erst vor kurzem auf einer Mülldeponie wiederentdeckt und ist schon jetzt ein wichtiges Ausstellungsstück im Kapitel der nordhessischen Bergbaugeschichte. Die Grube, einer der letzten bundesdeutschen Braunkohletiefbaue, musste aufgrund der Zerstörung ihren Betrieb einstellen.

    Das Museum im Schwalm-Eder-Kreis vermittelt Besucherinnen und Besuchern mit einem Themenpark und Besucherstollen die Arbeitswelt der hessischen Bergleute und Kraftwerker. Eine Dauerausstellung erinnert an das verheerende Grubenunglück, bei dem 51 der insgesamt 57 eingefahrenen Bergleute ums Leben kamen. Sie wurde am 30. Jahrestags des Unglücks eröffnet und dokumentiert den Hergang, die Ursachen sowie die Folgen und berücksichtigt neue Forschungsergebnisse.

    Auf dem ehemaligen Betriebsgelände befindet sich seit 1991 die Gedenkstätte Stolzenbach. Sie ist öffentlich zugänglich und liegt an der Landstraße L 3152 zwischen den Borkener Stadtteilen Dillich und Stolzenbach.

  • Ausstellung über Gartenzwerge und andere Sammelstücke in Kassel

    "Was habt ihr da! Weil Sammeln Freude macht", lautet eine kuriose Sonderausstellung von Hessen Kassel Heritage, die am 4. April in Kassel eröffnet wird. Im Schloss Wilhelmshöhe, das für seine Antikensammlung, die Gemäldegalerie Alte Meister und die Graphische Sammlung bekannt ist, werden nun auch ganz alltägliche Objekte präsentiert. Sie gewähren Einblicke in private Sammlungen von Menschen aus Kassel und der Region.

    Durch TV-Sendungen wie "Bares für Rares" seien Antiquitäten, Raritäten, Vintage-Gegenstände und die damit verbundene Sammelleidenschaft in den letzten Jahren populär, heißt es im Ausstellungstext. Daher stellten sich die Kurator:innen die Frage: Was treibt Menschen an, Dinge über einen langen Zeitraum hinweg, teilweise das ganze Leben, zu sammeln und nicht selten auch viel Geld in diese Sammlung zu investieren? Die Antwort findet sich in der Sonderausstellung. Deren Spektrum reicht von Bleistiften, Gartenzwergen, Totenpuppen und Zebrastreifenschildern aus aller Welt über Blechspielzeug bis zu feinstem Porzellan aus der Königlichen Porzellanmanufaktur Berlin (KPM).

    "Was habt ihr da!" ist bis zum 24. Juli im Schloss Wilhelmshöhe in Kassel zu sehen. Der Eintritt beträgt 8 Euro für Erwachsene, ermäßigt 5 Euro. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt.

    Gartenzwerge
    Auch Gartenzwerge sind beliebte Sammelobjekte. Bild © hr/ Jens Wellhöner
  • Mirandolina Babunashvili erhält "Land in Sicht"-Stipendium 2025

    Im Rahmen des Förderprogramms "Land in Sicht: Autor:innenresidenzen im ländlichen Raum" wurden 2025 Stipendien in Wolfhagen (Landkreis Kassel), Lorsch (Landkreis Bergstraße) und Staufenberg (Landkreis Gießen) ausgeschrieben. Als erste Stipendiatin wurde die Autorin Mirandolina Babunashvili ausgewählt. Sie wird im Mai und Juni in der in Staufenberg leben und arbeiten. Mirandolina Babunashvili veröffentlichte ihre Texte in einigen Anthologien und erhielt bereits zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien. Sie wurde mehrfach im Rahmen des Wettbewerbs "Junges Literaturforum Hessen-Thüringen" ausgezeichnet und gewann 2018 den hr2-Literaturpreis.

    Autorin Mirandolina Babunashvili
    Die Autorin Mirandolina Babunashvili ist die erste Stipendiatin des Programms "Land in Sicht". Bild © Mirandolina Babunashvili / privat

    Während des Stipendiums will Babunashvili an ihrem Debütroman arbeiten, eine Werkstatt zum kreativen Schreiben für Kinder und Jugendliche anbieten sowie eine Lesung mit dem IM-PULS-Verein realisieren. Der Kulturpolitischer Arbeitskreis Staufenberg e.V. ist lokalerr Kooperationspartner des Förderprogramms für literarischen Nachwuchs. Ausgeschrieben wird das Projekt seit 2017 vom Hessischen Literaturrat e.V. mit Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur (HMWK).

  • "Massif E": Frankfurter E-Kinos eröffnen als neue Eventlocation

    Am 3. April eröffnet eine neue Eventlocation in den ehemaligen Räumlichkeiten der legendären E-Kinos in Frankfurt. Unter dem Namen "Massif E" ist an der Hauptwache ein Veranstaltungsraum entstanden. Laut den Macherinnen und Machern vereint er "Kunst, Design, Demokratie, Street Art, Kultur, Kulinarik, Sport und auch Film" unter einem Dach.

    Ende April 2024 wurde in den E-Kinos letztmals ein Film gezeigt: "Back to Black" - die Filmbiographie der jung verstorbenen Soul Sängerin Amy Winehouse. Danach gingen in den E-Kinos die Lichter aus. Gut 72 Jahre lang hatten die zuletzt acht Säle Kinopublikum an die Hauptwache gelockt.

  • Lese-Weltrekordversuch in Darmstadt mit 2.000 Kindern geplant

    Das PEN-Zentrum Deutschland in Darmstadt lädt Schulklassen zu einer rekordverdächtigen Mitmach-Lesung ein: Über 2.000 Kinder aus mindestens 50 Nationen sollen gemeinsam für die Freiheit des Wortes lesen und damit ein sichtbares Zeichen für gelebte Vielfalt und Meinungsfreiheit setzen. Die Aktion, die am 26. Juni im Merck-Stadion am Böllenfalltor geplant ist, wird auch auch als offizieller Weltrekordversuch im Lesen angemeldet.

    Die Anmeldung für interessierte Schulklassen ist ab sofort möglich. Teilnehmen können die Jahrgangsstufen 2 bis 5, nach Rücksprache auch die Stufen 1 und 6. Weitere Informationen gibt es unter www.weltrekord-lesen.de. Zur Vorbereitung stellt das PEN-Zentrum mit dem Leserattenservice kostenfreie Unterrichtsmaterialien und Spielideen zur Verfügung, die ebenfalls auf der Website "Weltrekord-Lesen" zu finden sind.

    Die Mitmach-Lesung steht unter der Schirmherrschaft des Darmstädter Oberbürgermeisters Hanno Benz. Gestaltet wird die Lesung von Stefan Gemmel, einem der bekanntesten Kinderbuchautoren Deutschlands. Ziel des Weltrekordversuchs ist es, Schülerinnen und Schüler spielerisch an die Bedeutung von Demokratie und freier Meinungsäußerung heranzuführen.

    Kinderbuchautor Stefan Gemmel mit Kindern
    Nicht nur mit zwei, sonderrn mit 2.000 Kindern wird Kinderbuchautor Stefan Gemmel im Auftrag des PEN Deutschland lesen. Bild © picture-alliance/ dpa | Thomas Frey
  • Internationaler Kinderbuchtag regt auch in Hessen zum Mitmachen an

    Am 2. April, dem Geburtstag von Hans Christian Andersen, wird seit 1967 der Internationale Kinderbuchtag gefeiert. Ins Leben gerufen hat ihn das International Board on Books for Young People (IBBY), um junge Leser:innen und Initiativen zur Leseförderung weltweit miteinander zu verbinden. Jedes Jahr übernimmt eine der 84 IBBY-Mitgliedsnationen die Patenschaft für den Aktionstag, gestaltet ein Poster und sendet eine Botschaft an die Kinder weltweit.

    Unter dem Motto "The Freedom of Imagination" - "Die Freiheit der Phantasie" legt die niederländische IBBY-Sektion 2025 den Fokus auf das Potenzial von Kinderbüchern zur Förderung der Kreativität und Entwicklung einer neuen Sicht auf die Welt.

    Um das Lesen zu fördern, hat die deutsche Sektion des IBBY die Initiative "Die Literanauten" ins Leben gerufen: Sie treffen sich in Buchhandlungen, Bibliotheken oder Schulen, in kulturellen und sozialen Einrichtungen, organisieren sich in Leseclubs und geben ihren Spaß an Büchern an Kinder und Jugendliche weiter.

    Auch in Hessen haben sich Literanauten gegründet: In Dreicheich trifft sich die "Jugend-Literatur-Jury Dreieich" (JuLiD) in der Stadtteilbücherei Weibelfeldschule bei Keksen und Limo, um sich über Bücher auszutauschen. In Limburg kommen Jugendliche aus unterschiedlichen Kulturkreisen zusammen und planen Leseaktionen in der "Wortwerkstatt". In Hainburg versammeln sich Leseratten im Alter von 12 bis 17 Jahren im Leseclub "3punkt0" in einer Buchhandlung und sind digital mit einer Bücherkiste vernetzt.

    Plakat zum Internationalen Kinderbuchtag
    Bild © ibby international/ NL
  • Dialogische Lesung mit Joachim Król im Fotografie Forum Frankfurt

    Im Rahmen der Ausstellung "Michael Kerstgens. Out of Control" findet am 4. April eine Veranstaltung im Fotografie Forum Frankfurt (FFF) mit dem Schauspieler Joachim Król und dem Fotografen Michael Kerstgens statt: Joachim Król schlüpft in die Rolle des Erzählers und liest aus dem Roman "GB 84", Michael Kerstgens zeigt seine Fotografien der damaligen Streikereignisse und legt dabei den Fokus auf das Leben der betroffenen Familien. Als sich die Ereignisse in Großbritannien 1984 auf ihrem Höhepunkt befanden, dokumentierte Kerstgens als junger Fotografie-Student den Streik.

    Michael Kerstgens und Joachim Król, die seit den 1980er Jahren befreundet sind, haben durch die berufliche Tätigkeit ihrer Väter für den Bergbau beide familiäre Bezüge zur Thematik. Die dialogische Lesung in Wort und Bild mit Joachm Król und Michael Kerstgens im FFF beginnt um 18 Uhr. Der Eintritt beträgt 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. FFF Mitglieder und Studierende mit gültigem Nachweis haben freien Zutritt.

    Der Schauspieler Joachim Krol liest in der Glocke in Bremen.
    Der Schauspieler Joachim Krol liest 2018 bei einer Tonprobe in der Glocke in Bremen. Bild © picture alliance / Carmen Jaspersen/dpa | Carmen Jaspersen
  • "Memory Palace" in Wiesbaden: Eine Ausstellung wie ein Überraschungsei

    Im Nassauischen Kunstverein Wiesbaden zeigt der chilenische Künstler Martín La Roche bis 15. Juni die neue Ausstellung "Memory Palace". Hunderte Objekte aus dem Alltag und Kunstkontext erweisen sich als machtvoller Speicher für Erinnerungen und werden hier zu großartigen Impulsgebern: Man darf und soll sich selbst in diese Ausstellung einbringen, darf mitgestalten und mit anderen in Kontakt und ins Gespräch kommen, in dem man zum Beispiel eigene und fremde Erinnerungen teilt und mit Objekten, die diese ausgelöst haben, eine Installation neu arrangiert.

    "Diese Ausstellung ist wie ein Überraschungsei – nur besser", schwärmt Kulturredakteurin Tanja Küchle in ihrer "hr2 Frühkritik".

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  • TV-Kommissar Erol Sander übernimmt Rolle bei Bad Hersfelder Festspielen

    Das Programm für die diesjährigen Bad Hersfelder Festspiele steht bereits - nun haben die Theater-Macher des Freiluft-Festivals auch einen ersten Namen aus der Besetzungsliste genannt: Erol Sander übernimmt eine Rolle. Und zwar im Stück "Sommernachtstraum", mit dem Intendant Joern Hinkel in seiner Abschiedssaison die Festspiele am 20. Juni eröffnen wird. Dafür schreibt er extra eine eigene Fassung des Shakespeare-Stücks.

    Sander spielt darin die Rolle des Benedikt - eine Rolle, die aus Shakespeares "Viel Lärm um nichts" entliehen wird. Im TV ist Sander als Kommissar in der Krimiserie "Mordkommission Istanbul" (ARD) einem Millionen-Publikum bekannt. In Bad Hersfeld hat Sander bereits mehrfach mitgespielt, unter anderem im Stück "Martin Luther - Der Anschlag" nach der Regie des verstorbenen Intendanten Dieter Wedel.

    Diesmal wird es mit Sander aber nicht dramatisch, sondern es soll komisch werden. Er spielt einen überzeugten Junggesellen, der auf keinen Fall eine Beziehung mit einer Frau eingehen will. Er steckt voller Vorurteile und ist eitel bis zur Schmerzgrenze, wie die Festspiele mitteilten. Hinkel freut sich über die Zusage von Sander. Er verfüge über eine bewundernswerte Bühnenpräsenz und sei "die Idealbesetzung".

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  • Museum Wiesbaden feiert 200. Geburtstag mit kleiner Sensation

    Am 1. April, pünktlich zum 200. Geburstag des Museums Wiesbaden, öffnet der letzte Themenraum der Dauerausstellung "Ästhetik der Natur". Der 'Wandel'-Raum ist Maria Sibylla Merian gewidmet - Künstlerin und entscheidende Forscherin zur Metamorphose im Tierreich. Von ihrer zweijährigen Expedition in Südamerika im Jahr 1699 brachte sie Tierpräparate mit.

    Diese lagerten seit über 200 Jahren im Depot des Museums und sind nun erstmals öffentlich zu sehen. Eine kleine Sensation, denn es sind die weltweit einzig bekannten Fundstücke von Merian. Diese verkörpere mit ihren Talenten und Interessen eine Einheit von Kunst und Wissenschaft, wie sie kaum ein zweites Mal anzutreffen sei, heißt es in einer Museumsschrift.

    Erstmals in diesem Jahr vergeben das Museum Wiesbaden und die Alfred-Weigle-Stiftung den "Maria Sibylla Merian-Preis", der zuvor vom Hessischen Museum für Wissenschaft und Kunst ausgelobt wurde. Er ist mit einem Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro dotiert und richtet sich an angehende Künstlerinnen und Naturwissenschaftlerinnen. Der Preis soll dazu beitragen, "das Wissen und die Kreativität zu fördern und die drängenden Themen der heutigen Zeit in das Bewusstsein der Menschen zu bringen." Einsendeschluss für die diesjährige Vergabe ist der 31. August.

  • Limp Bizkits fast versöhnliche Rückkehr nach Frankfurt

    Zwei Jahre nach dem Totalausfall sind Limp Bizkit nach Frankfurt zurückgekehrt. Am Montagabend spielte die Nu-Metal-Legende im Rahmen ihrer "Loserville"-Tour in fast ausverkaufter Festhalle - dieses Mal mit einem stimmgewaltigen Frontman Fred Durst und ohne peinliche Karaoke-Einlagen.

    Für das Konzert in der Festhalle luden die US-Amerikaner im Vorfeld die komplette Presse aus, es wurden keinerlei Akkreditierungen vergeben, weder für Journalisten noch für Fotografen. Wer dennoch berichten wollte, musste sich ein Ticket kaufen. So wie unser Kollege Julian Moering - hier seine Konzertkritik.

  • Blühender Saisonbeginn bei Hessen Kassel Heritage

    Am 1. April starten die Museen, Schlösser und Parks von Hessen Kassel Heritage in die Sommersaison. Damit öffnen die Insel Siebenbergen, das Marmorbad und das Herkules-Monument nach der Winterzeit wieder ihre Türen und die Schlösser Wilhelmsthal und Friedrichstein sowie die Löwenburg können jeweils von Dienstag bis Sonntag in Kassel besichtigt werden. Das Gewächshaus im Bergpark Wilhelmshöhe geht über den Sommer in den Winterschlaf.

    Ein Blumenbeet mit Brücke im Hintergrund.
    Auf dem 2,5 Hektar großen Eiland sind rund 100 Pflanzenarten aus aller Welt zu finden. Bild © picture alliance/dpa | Uwe Zucchi
  • Jetzt bloß nicht wackeln: "Entfesselte Bilder" in Frankfurt

    Total und halbtotal nach oben, unten, links, rechts, vor und zurück: Vom 2. April an kommt Bewegung ins Deutsche Filminstitut & Filmmuseum (DFF) in Frankfurt. Die Ausstellung "Entfesselte Bilder" zeigt sogenannte 'Plansequenzen' - Filmszenen, die aus einer einzigen, langen und ungeschnittenen Aufnahme gemacht werden. Im Fokus steht die aufwendige, präzise, kreative und vor allem dynamische Arbeit mit der Kamera, durch die diese Szenen produziert wurden.

    Los geht es in der Stummfilmzeit der 1920er Jahre, als Filmschaffende die "entfesselte Kamera" entwickelten: eine Führungsweise, bei der die Kamera selbst mehr in Bewegung kommt. Von diesem im wahrsten Sinne des Wortes bewegenden Meilenstein an werden entfesselte Bilder und Geschichten aus mehr als 100 Jahren Mainstream- und Arthouse-Kino gezeigt. Die Ausstellung führt durch ein Labyrinth aus Leinwänden und Monitoren bis hin zu den One-Shot-Filmen des 21. Jahrhunderts. Sie wird bis Februar 2026 im DFF zu sehen sein. Tickets gibt es ab elf, ermäßigt ab sieben Euro.

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    Die Fassade des Deutschen Filminstituts und Filmmuseums
    Das DFF - Deutsche Filminstitut & Filmmuseum Bild © picture-alliance/dpa
  • Nicht lustig: Ex-Politiker Christian Lindner verklagt "Titanic"

    Das Duell zwischen dem ehemaligen FDP-Chef Christian Lindner und dem Frankfurter Satiremagazin "Titanic" geht in die nächste Runde: Nun verklagt Lindner die "Titanic" wegen des Titelbilds der Januar-Ausgabe: Zu sehen ist ein Foto des Ehepaars in Kombination mit dem Ultraschallbild eines ungeborenen Kindes. Die Überschrift lautete: "Baby-Glück im Eimer. Es wird ein Low-Performer! Lindner stellt Eilantrag zur Abschaffung von §218."

    Eine Unterlassungsaufforderung des Ex-Politkers wegen "grundloser und auch bezugsloser falscher Unterstellung" blieb wirkungslos. "Wir werden nichts unterschreiben", sagte Titanic-Anwalt Jan-Alexander Fortmeyer Ende Februar auf hr-Anfrage.

    Die Klageankündigung kommentiert das Magazin in seinem Newsticker routiniert satirisch: "Dass Herr Lindner als werdender Vater überhaupt noch Zeit findet, Quatschmagazine zu lesen oder täglichen Kontakt mit seinem Anwalt zu halten, verwundert die gesamte Redaktion. Sie wünscht ihm aber alles Gute bei seinen Bemühungen, mit Prozesshanselei die Geburt und die ersten Wochen seines Erstgeborenen zu verpassen." Weiter im Statement auf titanic.de heißt es, man sei "nicht Christian Wolfgangs Erziehungsberechtigter". Die Redaktion habe "keine Zeit, arbeitslosen Totalverweigern das deutsche Rechtssystem zu erklären."

  • Schwein gehabt: Ausstellung über Redensarten im Schloss Biedenkopf

    Kein Aprilscherz: Eine Sonderausstellung im Hinterlandmuseum Schloss Biedenkopf klärt über Ursprünge und Hintergründe von Redewendungen auf. Aussagen wie zum Beispiel "Ich verstehe nur Bahnhof" werden erklärt und 42 Gegenstände, auf die Redewendungen zurückzuführen sind, sind zu sehen.

    Die Ausstellung ist vom 1. April bis 6. Juli 2025 zu sehen. Geöffnet ist das Hinterlandmuseum im kreiseigenen Schloss in Biedenkopf dienstags bis sonntags und an Feiertagen jeweils von 10 bis 18 Uhr. Montags ist das Museum geschlossen. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 4 Euro, für Kinder von vier bis 14 Jahren 2,50 Euro - das Geld muss jedoch nicht auf die Goldwaage gelegt werden.

    Besticktes Geschirrtuch mit Spruch "Ohne Fleiß kein Preis"
    Bild © picture alliance/ Shotshop| Norman Krauß
  • Ältestes Autokino in Europa wird 65 und feiert mit Außeridischen

    Das älteste Autokino in Europa, das am 30. März 1960 bei Frankfurt eröffnet wurde, feiert sein 65-jähriges Bestehen. Zur Sondervorstellung am kommenden Wochenende zeigt das "Autokino Gravenbruch Frankfurt" den Hollywood-Klassiker "E.T. - Der Außerirdische" - für symbolische für 65 Cent pro Person. Zur Premierenvorstellung am 1. April 1960 flimmerte ein Western mit John Wayne über die 540 Quadratmeter große Leinwand. Davor verfolgten die Zuschauer den Film in ihren Autos mit Minilautsprechern, die ins Wageninnere gehängt wurden. Der Eintritt betrug drei D-Mark pro Person.

    Damals lag das Autokino mitten in einem Waldgebiet zwischen Frankfurt und Neu Isenburg. Acht Monate nach der monumentalen Lichtspielpremiere erfolgte der erste Spatenstich im benachbarten Neu-Isenburger Ortsteil Gravenbruch. Heute wie vor 65 Jahren zeigt das Open-Air-Kino, das nach US-amerikanischem Vorbild entstand, neue Blockbuster und Filmklassiker. Im Lichtspielhaus mit PS gibt es rund 600 Stellplätze, 4K-Laserprojektoren und zwei Kino-Flächen mit ínsgesamt knapp 800 Quadratmeter Leinwand.

  • Den Tod verstehen - "L'invisible" in der Oper Frankfurt

    "L’invisible": Das Unsichtbare - so heißt eine Oper von Aribert Reimann, die an der Oper Frankfurt Premiere hatte. Darin setzt Reimann drei Einakter des belgischen Schriftstellers und Dramatikers Maurice Maeterlinck mit Musik zu einem neuen Werk zusammen. hr-Kulturredakteurin Natascha Pflaumbaum enträtselte in ihrer hr2-Frühkritik die Symbolik von Maeterlinck.

    Die Oper wurde 2011 komponiert und erst 2017 in der Deutschen Oper in Berlin uraufgeführt und ist damit ein sehr "frisches" Werk. Das Thema begleitet die Menschheit dagegen seit ihrem Beginn: In allen drei Einaktern geht es darum, den Tod zu verstehen.

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    Bild © Oper Frankfurt / Monika Rittershaus| zur hr2.de Audio-Einzelseite
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  • Neuanfang bei Fuldaer S-Club

    Der S-Club in Fulda stand kurz vor dem Aus. Mit personeller Verstärkung geht es nun doch weiter: mit erweitertem Bar-Betrieb, Partys für Ältere und mehr Licht- und Wow-Effekten für Jüngere. Der Termin für den Neu-Start steht auch schon: Ab 30. April soll eine neue Ära beginnen, haben die Betreiber am Freitag bei der Vorstellung ihres neuen Konzepts erklärt.

    Die Bar in der Location unweit des Fuldaer Kneipenviertels wird zuvor renoviert. Geöffnet wird dann freitags und samstags bei freiem Eintritt, mit mehr Getränke-Auswahl und frischgezapftem Bier. Es werden auch Sport-Veranstaltungen aus dem Fernsehen gezeigt, zum Beispiel Fußball-Bundesliga, zudem gibt es eine kleine Bühne für Live-Musik, Kleinkunst und DJs. Rund 70 Menschen sollen dort Platz finden.

    Clubbesucher in buntem Licht aus der Vogelperspektive
    Der S-Club ist in Fulda und Umgebung eine Institution. Bild © S-Club
  • Ein neues Theater für Frankfurt

    Theater in der Engelsburg - so heißt die neue Bühne, die es seit Samstag in Frankfurt gibt. Es will nach eigenen Angaben mehr Diversität, Inklusion, Farbe und Austausch in das kulturelle Leben der Menschen im Frankfurter Westen bringen. Jetzt konnten Besucher das Theater kostenlos kennenlernen.

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    Ein neues Theater für Frankfurt

    Interview im Theater
    Bild © hr
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  • Nora Gomringer mit Kasseler Literaturpreis ausgezeichnet

    Die Lyrikerin und Performerin Nora Gomringer ist am Samstag mit dem Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor geehrt worden. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde im Kasseler Rathaus vergeben. Geehrt wurde sie von der Stiftung Brückner-Kühner und der Stadt Kassel für ihre "von abgründigem Humor geprägte Sprachkunst". Mit eindrucksvoller Sprachgewalt verliere sie dabei nie die Lust an Witz und Spiel, was ihre Texte gleichzeitig schwerelos erscheinen lasse, hieß es.

    Den Förderpreis Komische Literatur zum Literaturpreis erhielt die österreichische Autorin Stefanie Sargnagel für ihren "originellen und unverstellten Blick auf das Komische im Allzumenschlichen", teilten die Stiftung Brückner-Kühner und die Stadt Kassel weiter mit. Der Förderpreis ist mit 3.000 Euro dotiert.

    Die schweizerisch-deutsche Lyrikerin Nora Gomringer
    Die Lyrikerin Nora Gomringer Bild © picture-alliance/dpa
  • "Make Europa Great Again" am Staatstheater Darmstadt

    Aussagen von Elon Musk, JD Vance oder Peter Thiel sorgen regelmäßig für Aufsehen. Trotz aller Empörung sollten wir genau hinhören, welche Pläne die Männer im Umfeld von US-Präsident Trump für den Umbau der Gesellschaft haben.

    Das Staatstheater Darmstadt bietet ihnen deshalb eine besondere Bühne. Regisseur Kerem Hillel und Dramaturgin Mona Schlatter haben für die Reihe "MEGA - Make Europa Great Again" Interviews, Podcasts und Reden der rechten Vordenker zusammengestellt, um sie dem Darmstädter Publikum zu präsentieren.

    Die nächste Ausgabe am Freitag (28. März) trägt den Titel "HOW TO MONOPOL? - Komm in unseren geheimen Gruppenchat" und beginnt um 22.00 Uhr in der Bar der Kammerspiele.

  • Neues Album von Ex-Kraftwerk-Musiker Wolfgang Flür

    Als Mitglied der Düsseldorfer Gruppe Kraftwerk wurde der Frankfurter Sound-Tüftler Wolfgang Flür in den 1970er und 80er Jahren zur Poplegende. Jetzt hat der 77-Jährige ein neues Studioalbulm herausgebracht: "Times" heißt es, und Flür hat sich dafür namhafte Freunde und Kollegen eingeladen.

    Bild in Sepia: Ein Junge sitztnauf einem Pfosten, schaut von oben auf den Betrachter
    "Times" heißt das neue Studioalbum von Ex-Kraftwerk-Musiker Wolfgang Flür Bild © Cherry Red

    Er holt darin den Sound von Kraftwerk in die Gegenwart und beweist, dass elektronische Tanzmusik kein Verfallsdatum hat. Mit Gästen wie Joy Division-Mitbegründer Peter Hook, Boris Blank vom Schweizer Popduo Yello und Thomas Vangarde von Daft Punk verknüpft der Elektro-Pionier Zeitlosigkeit und Modernität. 

    Wolfgang Flür gilt als Miterfinder eines der ersten elektronischen Schlagzeuge der Popmusik. Er war Teil der klassischen Kraftwerk-Besetzung, die mit Alben wie “Autobahn” (1974) und “Computerwelt” (1981) die Entwicklung der elektronischen Popmusik beeinflussten.