Mutmaßlicher Todesschütze gefasst und noch immer keine Spur von Pawlos

Die Suche nach Pawlos geht weiter, ein mutmaßlicher Todesschütze wurde in Hessen gefasst und ein Wohnungskauf geht auch ohne Eigenkapital. Das und mehr gibt es in Sven-Oliver Schibats Blick auf den Tag.

Collage aus drei Fotos in Form von schrägen Streifen nebeneinander: links eine Verhaftungsszene auf der Straße mit zwei Polizisten von hinten, in der Mitte eine Frau, die vor der Frankfurter Skyline sitzt, rechts ein Mann, an einem Podest sitzend, auf welchem "Hessischer Landtag" steht. Darauf eine weiße Blase mit zwei gerundeten Ecken in welcher mit dunkler Schrift "Hessen am Abend" steht.
Bild © IMAGO / 7aktuell (Archiv), hr (Archiv), picture-alliance/dpa (Archiv), picture-alliance/dpa (Archiv), Collage: hessenschau.de

Herzlich willkommen zu "Hessen am Abend" am "International Whisky Day" (der ist jedes Jahr am 27. März). Aber keine Sorge: Diese Ausgabe ist komplett alkoholfrei. Hier geht es nämlich um diese Themen:

Wussten Sie, dass die Kiwi-Frucht an einem Strauch wächst? Da sie auch "Chinesische Stachelbeere" genannt wird und Stachelbeeren auch an Sträuchern wachsen, hätte man sich das denken können, doch ich bin kein ausgesprochener Kiwi-Fan und habe mich deshalb auch noch nie mit dieser Pflanze beschäftigt.

In der Mittagspause habe ich allerdings gelernt, dass eine wirklich enorm große Pflanze auf dem Gelände des Hessischen Rundfunks in Frankfurt eine Kiwi ist. Man lernt doch nie aus.

Laut Wikipedia ist China übrigens mit Abstand der größte Kiwi-Produzent. Deutschland taucht unter den Top 10 nicht auf. Vielleicht auch, weil bisher niemand den hr als Kiwi-Produzenten auf dem Schirm hatte ...

Vielleicht zeige ich Ihnen irgendwann mal ein Foto von der Pflanze, wenn sie Früchte trägt, aber heute gibt es dieses wunderschöne Bild vom Werratalsee in Eschwege am Morgen in unserer Rubrik Momentaufnahme.

"Segelboot im Morgenrot am Werratalsee in Eschwege heute Morgen", eingesendet von hessenschau.de-Nutzer Peter Kerst.
Bild © Peter Kerst

Suche in Weilburg nach vermisstem Sechsjährigen geht weiter

Der sechsjährige Pawlos aus Waldbrunn (Limburg-Weilburg) wird noch immer gesucht. Er wurde zuletzt am Dienstagmittag am Weilburger Bahnhof gesehen. Seitdem fehlt jede Spur von ihm. "Die Polizei unternimmt alles, um das Kind zu finden", sagte ein Polizeisprecher dem hr.

Die Suche war auch in der Nacht fortgesetzt worden, unter anderem mit Polizeiautos mit Blaulicht, die den Jungen anlocken sollten - leider ohne Ergebnis. Zeitweise hatten am Mittwoch mehr als 600 Rettungskräfte und freiwillige Helfer nach dem Kind gesucht.

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Ob sich der Junge noch in Weilburg aufhalte, sei schwer einzuschätzen, sagte der Polizeisprecher. Er könnte die Stadt auch mit Bus oder Bahn verlassen haben. Deshalb werde auch bundesweit mit einem Foto nach dem Jungen gesucht.

Das Kind ist nach Polizeiangaben "autistisch veranlagt" und befindet sich vermutlich in einer hilflosen Lage. Der Junge habe keine räumliche Orientierung. Wer ihn sieht, sollte ihn nicht direkt ansprechen oder rufen, da er sehr schreckhaft sei, sondern den Polizeinotruf 110 wählen oder sich an eine Polizeidienststelle wenden. Die Polizei geht nicht von einer Straftat aus.

Mutmaßlicher Uber-Todesschütze von Düsseldorf in Hessen gefasst

Vor knapp zwei Wochen kam es vor einem Düsseldorfer Hotel zu einer Auseinandersetzung zwischen einem 49-jährigen Mann und drei anderen Männern.

Der 49-Jährige konnte sich zwar in ein Auto des Fahrdienstes Uber flüchten, doch als dieses nach wenigen Metern an einer roten Ampel hielt, holten die drei Männer den Wagen ein und einer von ihnen erschoss den 49-Jährigen durch die Seitenscheibe.

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Mit Hilfe eines Spezialeinsatzkommandos wurden am Montag drei Männer im Alter von 20, 23 und 55 Jahren sowie eine 47-jährige Frau in der Nähe von Wetzlar festgenommen. Bei dem 23-Jährigen soll es sich um den mutmaßlichen Todesschützen von Düsseldorf handeln.

Festgenommen wurden sie aber eigentlich wegen einer ganz anderen Geschichte: Sie sollen in der Nacht zum Montag in einem Waldstück bei Friedewald (Hersfeld-Rotenburg) einen 34-Jährigen mit einer Schusswaffe bedroht und anschließend den Tatort verlassen haben. Der 34-Jährige blieb unverletzt und informierte kurz darauf die Polizei.

Wie eine Erzieherin ohne Eigenkapital zur Vermieterin wurde

Eine Wohnung ohne Eigenkapital zu kaufen, ist mutig, aber nicht unmöglich. Seval Duranoglu arbeitet als Erzieherin in Frankfurt und hat gerade mal 10.000 Euro auf der hohen Kante.

Für die Altersvorsorge ist das zu wenig, deshalb hat sich die 41-Jährige entschlossen, eine Wohnung zu kaufen. Budget: 150.000 Euro. Allerdings nicht, um selbst darin zu wohnen, sondern um sie zu vermieten.

Prinzipiell ist das auch ohne Eigenkapital durchaus möglich, man sollte es nur gut durchrechnen und darauf achten, wo man die Wohnung kaufen möchte und in welchem Zustand sie ist. Mehr dazu in diesem Artikel.

Für Seval Duranoglu ging die Geschichte übrigens gut aus: Sie hat eine frisch sanierte Wohnung in Frankfurt-Sachsenhausen gefunden - für 112.000 Euro inklusive Nebenkosten.

Weitere Themen des Tages

  • Weil ein Lieferwagen-Fahrer sich zu sehr auf sein Navigationsgerät verlassen hat, musste das THW sogar mit einem Bagger anrücken: Der Wagen hatte sich im Nationalpark Kellerwald nicht nur festgefahren, sondern drohte sogar an einem Steilhang abzustürzen. Die ganze Sache könnte im Nachgang richtig teuer werden.
  • Er wurde als Urkundenfälscher verurteilt, aber ein Karriereknick war das nicht: Nun soll der SPD-Landtagsabgeordnete Marius Weiß bei üppigem Nebenverdienst die Geschäfte des Flughafens Frankfurt kontrollieren. In der eigenen Partei finden das nicht alle passend.

Ein kurzer Blick über den Tellerrand

  • Wer häufig die Angebote der Deutschen Bahn nutzt, wird nicht überrascht sein: Im Jahr 2024 war die Bahn so unpünktlich wie noch nie. Bis 2027 will sie eine Pünktlichkeitsquote von 75 bis 80 Prozent erreichen - 2024 waren es nur 62,5 Prozent. Gleichzeitig stand unter dem Strich ein Minus von 1,8 Milliarden Euro.
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  • Seit einigen Monaten werden immer wieder Menschen aus Afghanistan nach Deutschland geflogen - so auch am Donnerstag. Im Netz führt das zu Hasspostings und Falschbehauptungen, auch gegen Friedrich Merz und die CDU.

Streaming-Tipp: Weltwunder in Hessen

Hessen hat einiges zu bieten. Allein unsere Landschaft ist sensationell. Die Ausblicke vom Glauberg (Wetteraukreis), dem Dörnberg (Kassel), der Wasserkuppe (Fulda) oder dem Großen Feldberg (Hochtaunus) reichen aus, um auch Nichthessen einen Ausflug hierher zu empfehlen.

Und wir haben gleich drei UNESCO-Welterbestätten: Den Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel, die Mathildenhöhe in Darmstadt und natürlich den Kellerwald am Edersee. Nathaly Janho, Uli Pförtner und Rebecca Rühl haben diese wunderbaren Orte für Sie besucht und daraus vier Filme gemacht, die ab sofort in der Reihe "Weltwunder in Hessen" in der ARD-Mediathek zu sehen sind.

Podcast-Tipp: Telephobia - Dieser eine Anruf

Viele Menschen empfinden Telefonate als unangenehm: Man hängt in Warteschleifen, kann Reaktionen nicht direkt einschätzen, und oft scheint eine E-Mail schlicht unkomplizierter. Deshalb schieben viele wichtige Anrufe vor sich her – manchmal so lange, bis es zu spät ist.

Genau darum geht es im Podcast "Telephobia - Dieser eine Anruf". Die dritte Staffel erzählt bewegende Geschichten rund um solche Anrufe: Annett sucht die Familie, die ihr vor 35 Jahren bei der Flucht aus der DDR half. Wolfram will wissen, ob seine Jugendfreundin wirklich gestorben ist. Und Mario hat seit der Kindheit keinen Kontakt mehr zu seiner Tochter – bis jetzt. Diese und weitere Folgen gibt es in der ARD-Audiothek.

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Eins noch ...

Würden Sie freiwillig auf etwas herumkauen, das aus Kunststoff hergestellt wurde, der wiederum aus Erdöl gewonnen wurde? Falls nein, dann sollten Sie einen großen Bogen um viele Kaugummis machen, denn darin findet man häufig Zusatzstoffe, die so gar nicht appetitlich klingen.

Das ist auch zwei Schülerinnen aus Thüringen aufgefallen. Für die beiden 16-Jährigen könnte diese Erkenntnis jetzt der Start in eine große Karriere sein ...

Morgen ist an dieser Stelle mein Kollege Mark Weidenfeller für Sie da. Von mir bekommen Sie dann wieder am Montag Post. Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

Ihr Sven-Oliver Schibat (hätte diese Szene gerne live beobachtet)

Sven-Oliver Schibat
Sven-Oliver Schibat Bild © hr/Jan-Niclas Grömling
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Quelle: hessenschau.de