Ihre Kommentare Wie empfinden Sie die Situation auf Partymeilen?

18 Kommentare

  • Wer sich danebenbenimmt: Ausnüchterungszelle bei der Polizei. Dann überlegt man sich das für das nächstemal. Zu laute Musik im Laden? Man braucht nur ein billiges Lautstärkemeßgerät, 500,- Sofortstrafe in bar direkt vor Ort zu bezahlen und schon wird jeder Wirt genauestens drauf achten. Müll, dasselbe. Bei uns wird aber leider immer endlos und in epischer Breite rumdiskutiert und theoretisiert und dann wird doch nichts gemacht. Und die Anwohner, was wollt ihr? Zumachen und dann wird nur noch auf Malle gesoffen? Na prima. Machen wir aus Frankfurt jetzt ne Friedhofsanlage oder was? Mal ein bischen Verstand, ein paar praktische und pragmatische Lösungen und dann sollten wir das doch hinbekommen, oder? Ein Wort an die Gäste: Ein wenig Benimm, Anstand und Kultur kommt auch retromäßig immer wieder gut rüber.

  • Die Verrohung nimmt weiter zu, nicht nur in Frankfurt. Die Menschen lassen sich in einer negativen Welle treiben, Ignoranz und Respektlosigkeit nehmen zu. Die Nachrichtenagenturen und die Politik tragen zu keiner Verbesserung bei.

  • Ich lebe in Australien und bin oft zu Besuch in Frankfurt. Natürlich gehen wir oft nach Sachsenhausen und es wird immer schlimmer. Vor einigen Jahren fand ich den Mutter Kraus Brunnen voller Müll und habe mich bei der Stadtverwaltung darüber beschwert . Es hat lange Zeit gedauert bis der Brunnen eingezäunt wurde. Es ist echt traurig zu sehen wie schlecht es um die Gegend ist.

  • Thema Wildpinkeln:
    Die Gastronomen sind die einzigen Nutznießer von Alt-Sachs. Diese sollen einfach als Gemeinschaft fürs Wochenende 10 Dixies aufstellen und gut ist. Das hat am Friedberger Markt auch funktioniert.
    Thema Lärm: Ordnungsamt mit geeichtem Dezibelmesser vor jeder Kneipe aufstellen, messen und direkt das Ticket ausstellen. Von mir aus eine Verwarnung und dann Ende. Museumsuferfest, Weihnachtsmarkt, Berger Straße, Stoffel...überall funktioniert s nur in einer einzigen Straße nicht?????
    Thema Lachgas: als Droge einstufen und Besitz strafbar machen. Zuhause kann sich von mir aus jeder wegbeamen.
    Es könnte so einfach sein....wenn ich König von Deutschland wär...

  • Das mit der zunehmenden Gewaltbereitschaft kann ich zu 100% bestätigen, mein Sohn wurde am vergangenen Wochenende, früher Sonntag morgen, brutal krankenhausreif geschlagen und via Rettungsdienst ins Krankenhaus einliefert. U.a. Schädelhirn Trauma und Amnesiewer und warum tut so etwas???

  • Partymeilen sind zunehmend eine No-Go-Aerea - aber solange es keine gesetzlichen Regelungen gibt, ab welchem Promillegehalt jemandem kein Alk mehr verkauft/eingeschenkt werden darf, die dann aber auch kontrolliert werden müssen, wird sich da leider nichts ändern. Und Suff, neuerdings auch vermehrt Drogen, sind oft die Basis für die weiteren unschönen Dinge, die dann passieren.

    Aber:
    Das Problem Wildpinkler ist auch hausgemacht. Die Versorgung mit öffentlichen Toiletten ist in allen hessischen Großstädten mehr als verbesserungsbefürftig, das heißt nicht umsonst Notdurft - aber lieber kassiert man Bußgelder als für eine vernünftige Klo-Infrastruktur zu sorgen, die würde ja Geld kosten (weil da zudem Personal abgestellt werden müsste); ein Problem, das übrigens nicht nur Partymeilen betrifft und angesichts zunehmend älterer Bevölkerung im wahrsten Sinne des Wortes ein immer dringenderes Bedürfnis wird.

  • Vielleicht sollten die Ordnungskräfte mehr durchgreifen!? So kann`s doch wirklich nicht weitergehen.

  • Alt Sachsenhausen repräsentiert lange nicht mehr Frankfurter Trink und Esskultur sondern ist einfach nur noch billig und beliebig und zieht entsprechendes Klientel an. Augen auf und mehr Feingefühl bei der Vergabe von Lizenzen und bei der Auswahl von Lokalitäten.

  • Das hört sich entsetzlich an!
    Ich bin 74 Jahre, bin in Sachsenhausen aufgewachsen, kenne Alt Sachsenhausen seit meiner Jugend.

  • Kurz: Unerträglich!

  • Hier beschweren sich sicherlich wieder Deutsche. Wer in ein kneipenviertel zieht um dort zu wohnen, hat kein Recht über den Lärm zu klagen. Der Hausrat der dort auf der Straße liegt, den bringt sich kein Besucher mit, sondern kommt von den Mietern dort, die sich jetzt lauthals beschweren.

  • Nur furchtbar was man da liest.

  • Meine Eltern hatten in den 80er Jahren in Alt-Sachsenhausen zwei Imbisse (Rolli-Grill). Damals war "die Welt noch in Ordnung". Irgendwann fingen die Schlägereien an. Da haben sich meine Eltern aus Alt-Sax zurückgezogen. Ich war jetzt schon lange nicht mehr in Alt Sachsenhausen. Frankfurt meide ich nach Möglichkeit sowieso.

  • Meine Altsax-Highlights 10er:
    Nach zivilisiertem Besuch in der Livemusik-Rockkneipe in der großen Rittergasse gings danach noch auf mehrere Absacker in eine Ballermannlike Kneipe an der Elisabethenstraße, die bis auf den letzten Zentimeter dekoriert ist. Die Wirtin animierte zu Trinkspielen mit selbst angemischten Drinks mit billigem Vodka. Sofern es einem Gast blümerant wurde, hat die Wirtin diesen lieber in Richtung Straße als in Richtung Toilette geschickt. Wegen dem Putzaufwand. Placken vor der Tür waren keine Seltenheit. Insgesamt war damals aber weniger los in Alt Sachsenhausen als in meinen Anfangszeiten. Viele Läden schlossen. Auch ein Niedergang.
    Ballermann und Sittenverfall war Sachsenhausen immer. Auch vor meiner Zeit woher soll sonst die Frau Rauscher ihre Beul am Ei herhaben? Es ist ja auch ein Stück weit Sinn eines solchen Vergnügungsbezirks. Ich freue mich zu lesen, dass wieder mehr los ist. Klar müssen die schlimmsten Auswüchse unterbunden werden, wie immer schon.

  • Meine AltSax-Highlights 90er:
    Viele amerikanische Soldaten. Im damaligen Irish Pub am Platz in der ehem. Hainer Gasse musste man oft durch körperliche Hinterlassenschaften zum übergelaufenen Klo waten. Wenns zu doll wurde, hatten die Wirte die Telefonnummer von den Feldjägern, die die Leichen kassiert haben. Vor und in den Apfelweinlokalen wurde von alteingesessener Stammkundschaft gezecht und schmutzige Lieder gesungen, als wenn es kein Morgen mehr gäbe. Nicht umsonst gab (und gibt es glaube ich in einem Lokal auch heute) auf den Toiletten hoch montierte Becken mit großem Abfluss, die dem Trinker das Übergeben erleichterten. Der eine oder andere Rentner lag dann auch schonmal auf dem Affentorplatz.
    AltSax-Highlights 00er:
    Klappergasse: Der Laden sieht aus wie eine Apotheke, aber natürlich gabs kein Aspirin, sondern es wurde dort gezecht, gekot und das Toilettenmobiliar zerstört. Danach noch Ballermannparty in der Partydisko in der Kleinen Rittergasse. Hart wars!

  • Auch früher wurde gesoffen, gefeiert, Lärm gemacht. Ob in Frankfurt oder anderswo. Das alles ist nichts Neues.

    Was neu ist, ist einmal die Dosierung von Alkohol- und Drogenkonsum, zum anderen Lärmpegel und Frequenz des Lärms.

    In meiner Jugend gab es noch ein Gemeinwesen mit sozialen Kontakten zwischen Personen, heute hingegen viele gemeine unsoziale Wesen.

    Von daher: ein Hoch auf Bettkantentrinker

  • Ich meide frankfurt das ist die Konsequenz.

  • Sperrstunde um 2 Uhr Nachts? Frankfurt ist eine pulsierende Metropole und kein provinzielles Kaff. Ich kann Leute wie Herrn Tamagnini nicht verstehen, die in lautes Partyviertel ziehen (das war Alt-Sachsenhausen schon vor 40 Jahren) und sich dann über Lärm beschweren.