Landgericht Frankfurt Halbe Tonne Kokain geschmuggelt - Prozess begonnen

Neun Monate nach dem Fund einer halben Tonne Kokain hat in Frankfurt der Prozess gegen die mutmaßlichen Drogenhändler begonnen. Die Männer sollen den Schmuggel ab Belgien organisiert haben.

Eine Hand mit blauem Gummihandschuh hält einen Kokainblock, der von der Zollfahndung und der Polizei Frankfurt sichergestellt wurde. Im Hintergrund sind noch weitere Kokainblöcke zu sehen.
Von der Zollfahndung und der Polizei Frankfurt sichergestellten Kokainblöcke. Bild © ZFA Frankfurt am Main

Am ersten Verhandlungstag am Landgericht Frankfurt am Freitag ist die Anklage verlesen worden. Demnach haben die sechs Angeklagten im Alter zwischen 26 und 49 Jahren fast 490 Kilogramm Kokain über den Seeweg aus Kolumbien zunächst in den Hafen von Antwerpen bringen lassen. Versteckt gewesen sein sollen die Drogen in einem Container, eingeschweißt in Metallteile.

Laut Staatsanwaltschaft brachten die mutmaßlichen Dealer das Kokain aus Belgien in ein Lager in Dietzenbach. Mit Trennschleifern hätten sie dort die Metallteile geöffnet und das Rauschgift anschließend für den Weitertransport vorbereitet.

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Dazu sollen sie etwa einen mit einem Schmuggelversteck ausgestatteten Kleinlaster genutzt haben. Zudem sollen sie Kokain in einem Wagen versteckt haben, der auf einem Autotransporter stand.

Angeklagte schweigen

Die Angeklagten äußerten sich zum Prozessauftakt nicht zu den Vorwürfen. Die Polizei nahm die sechs Männer Ende Mai 2024 an der Lagerhalle in Dietzenbach fest.

Ihre Abnehmer und die Hintermänner in Kolumbien wurden der Anklage zufolge nicht ermittelt. Vier der Angeklagten stehen wegen bandenmäßigen Drogenhandels sowie der Einfuhr von Drogen vor Gericht. Der Anführer soll der 49-Jährige gewesen sein. Den beiden anderen wird Beihilfe vorgeworfen. 

Das Landgericht hat mehrere Fortsetzungstermine bis in das Frühjahr hinein anberaumt.

Sendung: hr INFO,

Quelle: hessenschau.de, dpa/lhe