Suche rund um Weilburg wird fortgesetzt Weiter keine Spur vom vermissten Pawlos
Der sechsjährige Pawlos aus Weilburg wird mittlerweile seit zehn Tagen vermisst. Trotz intensiver Suche und zahlreichen Hinweisen aus der Bevölkerung gibt es keine neue Spur. Nun sollen die kriminalpolizeilichen Ermittlungen ausgeweitet werden.
Seit Dienstag vergangener Woche ist der sechs Jahre alte Pawlos aus Waldbrunn (Limburg-Weilburg) verschwunden. Taucher suchten Abschnitte der Lahn in Weilburg, wo er zuletzt gesehen worden war; hunderte Einsatzkräfte, Rettungshunde, eine Reiterstaffel, Hubschrauber und Boote waren im Einsatz, Überwachungskameras wurden ausgewertet.
Aber bisher gibt es weiter keine Spur von dem Erstklässler. "Der entscheidende Hinweis blieb bisher leider aus", hieß es am Freitag in einer Mitteilung der Polizei.
Neue Taucher-Einsätze geplant
Man setzte nun verstärkt auf kriminalpolizeiliche Ermittlungen. Die Ermittler hoffen aber auch weiter auf Hinweise aus der Bevölkerung. Bundesweit zeigen Anzeigetafeln das Bild des Jungen.
Die Bundeswehr hatte mit einem Eurofighter Übersichtsaufnahmen der Gegend erstellt, die aktuell weiter ausgewertet werden. Außerdem sollen in den kommenden Wochen erneut Taucher an und in der Lahn nach Pawlos suchen.
Zuletzt auf einer Schnellstraße gesichtet
Zuletzt wurde Pawlos am Tag seines Verschwindens an einer Schnellstraße in Weilburg gesehen. Ein Video zeigt, wie der Junge mitten auf der Fahrbahn herumirrt. Ein Mann lief vom Straßenrand zu dem Jungen und schob ihn auf den Gehweg.
Der Ersteller des Videos meldete sich bei der Polizei, außerdem rief jemand die 110, um zu melden, dass das Kind auf der vielbefahrenen Straße unterwegs sei. Eine Streife der Polizei konnte den Jungen aber nicht finden. Laut Polizei ist es das letzte Lebenszeichen von Pawlos.
Nach dem Mittagessen aus der Schule verschwunden
Pawlos war zuvor nach dem Mittagessen aus seiner Schule in Weilburg weggelaufen. Das sei schnell bemerkt worden, aber da war der Junge schon verschwunden.
Den Behörden zufolge ist Pawlos "autistisch veranlagt". Der Junge sei räumlich nicht orientiert und "vermutlich in einer hilflosen Lage". Wer ihn sieht, sollte ihn nicht direkt ansprechen oder rufen, da er sehr schreckhaft sei, und stattdessen den Polizeinotruf 110 wählen oder sich an eine Polizeidienststelle wenden.