Wetter-Bilanz Milder und sonniger Winter in Hessen
Es hat sich nicht immer so angefühlt, aber der diesjährige Winter war in Hessen deutlich milder und sonniger als gewöhnlich. Und frühlingshaft geht es auch in den kommenden Tagen weiter.
Mit einer Durchschnittstemperatur von 2 Grad war der Winter in Hessen wesentlich milder als im Schnitt. Das geht aus der vorläufigen Bilanz des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach hervor. Mit der Temperatur lag er weit über dem vieljährigen Mittelwert der internationalen Referenzperiode 1961 bis 1990 von 0,3 Grad.
Insbesondere Anfang und Ende Januar und zeitweise auch im Februar habe es vorfrühlingshafte Phasen gegeben, so der DWD. Hin und wieder zeigte sich der Winter aber auch von seiner kalten Seite: "Eisig, mit teils strengen Nachtfrösten, wurde es Mitte Januar und in der dritten Februarwoche."
In den Nächten am 17. und 18. Februar war es laut hr-Wetterredaktion am kältesten. Es wurden bis zu minus 11 Grad gemessen. Besonders kalt sei es in Fulda und Bad Hersfeld gewesen, erklärte Meteorologe Rainer Behrendt. In vielen anderen Nächten war es dafür wärmer als üblich.
Trockener und sonniger
Der Winter war nicht nur zu mild, sondern mit 167 Litern Regen pro Quadratmeter auch zu trocken. Besonders niederschlagsarm war demnach der Februar. In diesem Monat wurde etwa die Hälfte der üblichen Niederschlagsmenge gemessen.
Dafür war der Winter sehr sonnig. In der zweiten Winterhälfte konnten am Ende 179 Sonnenstunden gemessen werden. Die Sonne schien fast ein Drittel häufiger als in den Vorjahres-Wintern.
Für Meteorologen geht der Winter in jedem Jahr vom 1. Dezember bis zum 28. Februar. Im Kalender beginnt der Frühling dieses Jahr zwar erst am 20. März. Frühlingsgefühle kommen in Hessen aber schon ab dem Wochenende auf. Dank eines Hochdruckgebietes steigen die Temperaturen stetig. "Nächste Woche steigen die Werte auf über 15 Grad", sagte Meteorologe Behrendt.
Deutschlands Durchschnitt ähnlich zu Hessen
Deutschlandweit lag die Durchschnittstemperatur im Winter 2024/25 bei 2,1 Grad. Das waren 1,9 Grad mehr als im Durchschnitt der Referenzperiode 1961 bis 1990. Im Vergleich zur aktuellen - und wärmeren - Vergleichsperiode 1991 bis 2020 betrug das Plus 0,7 Grad. Basis sind erste Auswertungen von rund 2.000 Messstationen.