Auswärts in Bremen Eintracht sucht die richtige Gute-Laune-Formel

Vor dem Auswärtsspiel von Eintracht Frankfurt bei Werder Bremen ist die Laune bei den Hessen prächtig. Zu prächtig? Trainer Dino Toppmöller sucht den richtigen Mix aus Leidenschaft und guter Stimmung. Gar nicht so leicht.

Eintracht Frankfurt Jubel
Jubelt die Eintracht auch in Bremen? Bild © Imago Images
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Die Stimmung bei Eintracht Frankfurt ist derzeit hervorragend. Durch die Siege in Bochum und gegen Stuttgart grüßen die Hessen in der Bundesliga-Tabelle wieder von Rang drei, die Champions League ist zum Greifen nah, in der Europa League stehen zudem die Kracher-Spiele gegen Tottenham an. Wer da keine Vorfreude hat, ist fehl am Platz. So geht's auch Eintracht-Coach Dino Toppmöller. Den treibt bei all dem vor dem Auswärtsspiel der Frankfurter am Samstag in Bremen (18.30 Uhr) aber auch Grundsätzliches um.

Denn der Übungsleiter der Hessen stellt sich aktuell die Frage, wie viel gute Laune es beim Bundesliga-Dritten denn sein darf. "Die Stimmungslage ist sehr gut", verkündete der 44-Jährige vor der Partie im Weserstadion. Aber: "Es ist immer ein schmaler Grat. Nur weil wir uns freuen und die Laune gut ist, werden wir keine Spiele gewinnen. Wir brauchen auch den Fokus und die Leidenschaft. Ein gutes Gleichgewicht ist wichtig." Die Eintracht sucht sozusagen die exakt richtige Gute-Laune-Formel. Gar nicht so leicht.

Mit der nötigen Portion Anspannung

Denn einerseits tun die Frankfurter freilich gut daran, den Schwung besonders aus dem Stuttgart-Spiel mitzunehmen, andererseits wird das ohne die nötige Portion Anspannung nicht funktionieren. "Die richtige Mischung zwischen guter Laune, Spaß und Fokus auf das nächste Spiel ist wichtig", betonte Toppmöller. Sonst gibt's in Bremen für die Hessen, bei denen Kevin Trapp erneut fehlen wird, eine Bruchlandung.

Toppmöller muss dabei aber nicht nur an der Ein- sondern auch an der Aufstellung seiner Mannen arbeiten. Ansgar Knauff wird dem Trainer der Frankfurter sicher fehlen, auch Elye Wahi wird ziemlich sicher nicht in Bremen dabei sein. Bei beiden gibt es Hoffnung für die Partie in London, im Weserstadion muss Toppmöller deswegen aber an der ersten Elf werkeln. "Es kann sein, dass wir das System ein wenig ändern müssen", berichtete der Eintracht-Trainer.

Collins für Knauff?

Ein Kandidat als Knauff-Ersatz ist Nnamdi Collins. Aber auch Jean-Mattéo Bahoya könnte von der linken auf die rechte Seite wechseln und Nathaniel Brown auf die linke Außenbahn vorrücken. Das würde aber dann aber wohl die erwähnte Systemänderung mit sich bringen. "Wir werden uns etwas Gutes einfallen lassen", versicherte Toppmöller in jedem Fall.

Bremen erwartet er wie üblich gut vorbereitet und von Werder-Coach Ole Werner gut eingestellt. Toppmöller lobte vor allem die Offensivstruktur der Norddeutschen. "Man sieht bei ihnen ganz klare Dinge. Sie werden versuchen, uns früh unter Druck zu setzen. Das wird eine tolle Aufgabe. Wir wissen um die Qualität von Bremen. Wir haben aber auch genügend Waffen, um jedem Gegner weh zu tun", so der Eintracht-Coach. 

"Wir haben einfach alle richtig Bock"

Im Hinblick auf die Champions-League-Plätze verspürt er hingegen keinen Druck. Nach einer fantastischen Hinrunde habe man die Messlatte sehr hoch gelegt und nach ein paar Niederlagen es im Kollektiv gut aufgefangen. "Wir haben einfach alle richtig Bock, nach Bremen zu fahren und auf alle Aufgaben, die vor uns liegen. Wir bleiben im Hier und Jetzt und gehen Spiel für Spiel an", sagte Toppmöller. Und im besten Fall finden die Hessen dabei genau den richtigen Mix aus guter Laune und gesunder Anspannung.

So könnte die Eintracht spielen:

Die mögliche Aufstellung der Eintracht in Bremen.
Die mögliche Aufstellung der Eintracht in Bremen. Bild © hessenschau.de