Santos im Tor gegen Werder Trapp fehlt der Eintracht auch in Bremen
Bei Eintracht Frankfurt wird auch in Bremen Kaua Santos zwischen den Pfosten stehen. Stammtorwart Kevin Trapp fehlt erneut wegen Schienbein-Problemen. Wann der Ex-DFB-Keeper zurückkehrt, ist offener denn je.
Eintracht Frankfurt muss auch beim Auswärtsspiel bei Werder Bremen am Samstag (18.30 Uhr) auf Torhüter Kevin Trapp verzichten. Das verkündete Trainer Dino Toppmöller auf der Pressekonferenz am Donnerstag. Die Schmerzen am Schienbein seien immer noch nicht komplett abgeklungen, teilte der Eintracht-Coach mit. "Deswegen ist Kevin noch einmal raus, Kaua Santos wird im Tor stehen", verkündete Toppmöller.
Trapp war eigentlich zu Beginn der Woche wieder ins Teamtraining der Hessen eingestiegen. Als es unter der Woche jedoch darum ging, in einer klassischen Spielform wieder mit langen Bällen zu arbeiten, seien die Schmerzen wieder da gewesen, erklärte Toppmöller. "Es ist schwer, das zu greifen bei Kevin. Wir hatten das Gefühl, dass die Steigerung peu à peu ging", fasste der Frankfurter Coach zusammen. "Bei langen Bällen ist die Thematik aber immer noch da, da sind die Schmerzen immer noch zu groß."
Trapp seit fast einem Monat raus
Die Frage, wann Trapp wieder ins Frankfurter Tor zurückkehren könnte, sei deswegen aktuell leider nicht zu beantworten, ließ Toppmöller wissen. "Für uns macht es nur Sinn, wenn er bei 100 Prozent ist. Die kann er aktuell nicht geben", so der Eintracht-Trainer. Es gebe daher keine befriedigende Antwort, wie bei Trapp der Fahrplan sei, fügte der 44-Jährige hinzu. "Ich kann jetzt nicht sagen: 'Nächste Woche geht es wieder.' Es macht einfach keinen Sinn, ihn noch einmal zu früh einzusetzen."
Trapp hatte zuletzt am 9. März gegen Union Berlin zwischen den Pfosten gestanden. Schon vor seiner Verletzungs-Thematik gab es Diskussionen um den ehemaligen DFB-Keeper. Auch, weil sein Stellvertreter Santos den gebürtigen Saarländer hervorragend vertreten hatte.
Wer ist die Nummer eins in Frankfurt?
Zu Beginn seiner Verletzung hatte Toppmöller noch stets klar betont, dass Trapp die Nummer eins sei, sollte er gesund wieder zurückkehren. So deutlich wiederholte der Eintracht-Coach diese Aussage am Donnerstag nicht. Ganz im Gegenteil. Toppmöller unterstrich, dass er sich aktuell wegen Trapps Verletzung nicht final für eine Nummer eins entscheiden müsse. "Kaua hat das gut gemacht, Kevin kann nicht sportlich dagegen argumentieren."
Die Keeper-Frage scheint bei den Hessen tatsächlich so offen, wie lange nicht mehr. "Egal, wer im Tor steht: Wir haben da hundertprozentiges Vertrauen", sagte Toppmöller lediglich. Das Rennen um die Nummer eins bei Eintracht Frankfurt spitzt sich weiter zu.