Windkraft im Taunus Erste Anlagen für Windpark Winterstein genehmigt
Im östlichen Taunus drehen sich bald neue Windräder: Das Regierungspräsidium Darmstadt hat die ersten von bis zu 18 geplanten Anlagen für den Windpark Winterstein genehmigt. In der Bevölkerung stößt das Vorhaben auf ungewohnt große Zustimmung.
Es ist ein besonderes Projekt, für das sich die Wetterau-Gemeinden Rosbach, Friedberg und Wehrheim sowie der Landesbetrieb Hessenforst und der Bund zusammengetan haben: der Windpark Winterstein am Taunuskamm.
Das zuständige Regierungspräsidium Darmstadt hat jetzt den ersten Schwung genehmigt und eine Erlaubnis für den Bau von vier Windrädern erteilt. Diese sollen nach anstehenden Vorarbeiten ab dem kommenden Jahr zunächst auf dem Gebiet des Bundesforsts errichtet werden.
Die Nennleistung je Windkraftanlage liegt bei 7,2 Megawatt. Im vergangenen Jahr hatte das RP Darmstadt insgesamt Windenergieanlagen mit einer Leistung von 281,4 Megawatt genehmigt.
Windpark stößt auf viel Zustimmung
Es läuft aber noch das Verfahren für weitere Windräder auf dem Areal der Gemeinden. Insgesamt sollen auf dem Kamm neben der A5 in den nächsten Jahren bis zu 18 Windräder gebaut und dann über Kommunalgrenzen hinweg betrieben werden.
Der insgesamt 410 Hektar große Windpark stößt auf ungewöhnlich viel Zustimmung in der Bevölkerung: 2020 hatte sich ein breites Unterstützer-Bündnis gebildet. Die Teilnehmer haben seitdem immer wieder für den Windpark demonstriert. Teilweise können sich Bürger an dem Park beteiligen und auf entsprechende Rendite hoffen.
Unterschiedliche Anbieter
Auch die Landbesitzer rechnen mit millionenschweren Pachteinnahmen. 450.000 Euro pro Jahr und Windrad sollen in die Stadtkassen der beteiligten Kommunen fließen.
Die Gemeinden Friedberg, Rosbach und Wehrheim sowie Hessenforst arbeiten dabei mit dem Unternehmen ABO Energy zusammen, der Bund mit der Entwicklerfirma Alterric.